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Digitale räumliche Daten sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken: Die Orientierung beim Autofahren wird durch mobile Navigationssysteme erleichtert, die Adresse der nächstgelegenen Baumarktfiliale suchen wir im Internet und lassen sie auch gleich per Karte darstellen. Was uns den Alltag erleichtert ist auch für Wirtschaft und Verwaltung von höchster Bedeutung. Denn Geodaten, also alle Daten mit räumlichem Bezug, sind wichtige Informationsgrundlagen bei Raum- und Umweltplanungsprozessen. Ob im Hochwasserschutz, bei der Planung von Straßen- und Schienenwegen oder bei der Überwachung von Schutzgebieten - überall spielen Geodaten eine wichtige Rolle.
Während die Nutzung und Bereitstellung von digitalen Geodaten in Deutschland durch vereinheitlichte Standards inzwischen weitgehend unproblematisch ist, stoßen Planer und Verwaltungen jedoch bei grenzüberschreitenden Projekten im doppelten Wortsinn an ihre Grenzen. Denn: Daten benachbarter Staaten passen oft nicht zueinander. "Das liegt an den unterschiedlichen geographischen Projektionen, Karteninhalten und Sprachen, welche die Vermessungsbehörden der Nachbarländer verwenden", erklärt Dr. Marco Neubert, Wissenschaftler im IÖR, das Problem. Das bedeutet zum Beispiel, dass auch Grenzverläufe in Nachbarstaaten oft unterschiedlich dargestellt werden.
Unter Federführung des IÖR startet daher jetzt in Sachsen und Tschechien ein gemeinsames Projekt zur grenzüberschreitenden Datenharmonisierung. Ziel ist es, Methoden zu entwickeln, die es den beteiligten Vermessungsbehörden ermöglicht, ihre Daten entlang der Staatsgrenze nahtlos passfähig und inhaltlich vergleichbar zu machen. "Diese Entwicklung erfolgt beispielhaft für den Grenzraum zwischen Sachsen und der Tschechischen Republik unter Verwendung der meistgenutzten Geobasisdaten der beiden Länder", sagt Dr. Marco Neubert, der das Vorhaben leitet. Auch die Übertragbarkeit auf andere Grenzräume ist denkbar. Insbesondere Planungsbehörden profitieren von den neuen Datengrundlagen. Der Öffentlichkeit werden die neuen Datensätze im Ergebnis als Internet-basierte Karten zur Verfügung gestellt. Damit schaffen die Projektbeteiligten eine wichtige Grundlage für die Erstellung grenzüberschreitender Geoinformationsnetzwerke. Solche Netzwerke dienen als Basis für gemeinsame Planungs- und Monitoringaufgaben.
Die Projektergebnisse, die für 2011 erwartet werden, dienen auch der Umsetzung der europäischen Richtlinie zur Datenvereinheitlichung (INSPIRE-Richtlinie: Infrastructure for Spatial Information in the European Community). Sie fordert die Schaffung grenzüberschreitend vergleichbarer und gemeinsam nutzbarer Geodaten. Zugleich liegt das Projekt auch im Interesse der gdi.initiative.sachsen zum gemeinsamen Aufbau einer Geodateninfrastruktur im Freistaat Sachsen durch Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) sowie dem Landesvermessungsamt der Tschechischen Republik bearbeitet. Es wird im Rahmen des EU-Förderprogramms Ziel 3/Cil 3 aus Mitteln des Fonds für regionale Entwicklung sowie durch den Freistaat Sachsen gefördert.
Ansprechpartner:
Dr. Marco Neubert
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung
Tel.: + 49 (0) 351 46 79 274
E-Mail: m.neubert@ioer.de
Seit 2008 ist das IÖR Mitglied der gdi.initiative.sachsen - einem breiten Kreis von Akteuren aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, der sich den Aufbau einer gemeinsamen Geodateninfrastruktur (GDI) im Freistaat Sachsen zum Ziel gesetzt hat. Das IÖR erarbeitet in vielen Bereichen - insbesondere im Forschungsschwerpunkt Monitor der Siedlungs- und Freiraumentwicklung - Geoinformationen, die gemäß der europäischen Richtlinie INSPIRE dargestellt und via Internet zugänglich gemacht werden und damit die Ziele der Initiative unterstützen.
Anja Petkov | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.ioer.de
www.landesvermessung.sachsen.de
www.cuzk.cz
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Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
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Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
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Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
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