Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Greifswalder Geowissenschaftler sind Kooperationspartner des Erdölunternehmens CEP

14.11.2011
Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und Central European Petroleum (CEP) wollen in der regionalgeologischen Forschung zusammenarbeiten.

Wissenschaftler des Instituts für Geographie und Geologie und das deutsch-kanadische Erdölunternehmen haben am 11. November 2011 eine Kooperationsvereinbarung zur wissenschaftlichen Erforschung des geologischen Aufbaus Vorpommerns und des deutschen Ostseebereichs unterzeichnet.

Ziel des gemeinsamen Forschungsprojektes ist die Untersuchung der geologischen Entwicklung im nordöstlichen Randbereich des Norddeutschen Beckens. Projektpartner wird der Geologische Dienst im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie sein, dem die gewonnenen Erkenntnisse ebenfalls uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden.

Bis zu 300 Millionen Jahre alt sind die geologischen Schichten und Strukturen, die Geowissenschaftler der Universität Greifswald und Mitarbeiter des Erdölunternehmens CEP gemeinsam untersuchen werden. Vor allem die Bereiche der nordostdeutschen Küstengewässer sind für die Forscher interessant.

„Wir möchten gern erfahren, wie sich Gesteinsschichten, die wir bereits auf dem Festland ausführlich untersucht haben, weiter nach Norden fortsetzen sowie ihre Verbreitung und Beschaffenheit kennenlernen. Es ist ausgesprochen erfreulich, dass wir mit CEP einen Kooperationspartner an der Seite haben, der uns bei der Gewinnung eines tieferen wissenschaftlichen Verständnisses der geologischen Entwicklung im südlichen Ostseeraum unterstützt“, erklärt Prof. Dr. Martin Meschede, Projektleiter am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald.

CEP wird geophysikalische Daten und Gesteinsproben zugänglich machen, die eine Universität gewöhnlich nicht erhält. Ferner unterstützt CEP die Universität mit der Finanzierung für computergestützte Auswertungssysteme und wissenschaftliche Arbeiten. Des Weiteren erhalten Studierende Gelegenheit, Praxiserfahrung zu sammeln. Die Firma CEP Deutschland gehört zu den ersten Förderern, die ein Deutschland-Stipendium für eine Studentin der Universität Greifswald finanzieren.

Die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt dienen der genaueren Kenntnis von Gesteinsformationen des tiefen geologischen Untergrunds, ihren Lagerungsverhältnissen und Nutzungspotenzialen. „Es wird uns dadurch möglich, die Beratung von Landes- und Kommunalbehörden, Verbänden, der Wirtschaft und nicht zuletzt der Bürgerinnen und Bürger zur Geologie Mecklenburg-Vorpommerns noch besser vorzunehmen“, begrüßt Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer, Leiter des Geologischen Dienstes des Landesamtes für Umwelt, Natur und Geologie (LUNG), die Kooperation. Das betrifft Themen wie Energie- und Rohstoffsicherung, darunter die Standsicherheit von Offshore-Windanlagen; außerdem unterirdische Raumordnung im Hinblick auf konkurrierende Nutzungen (zum Beispiel Geothermie, Gasspeicherung) sowie Geogefahren (beispielsweise Erdbeben).

„Central European Petroleum freut sich, die 50-jährige Tradition der Erdölerkundung und -förderung in Mecklenburg-Vorpommern fortzuführen, heute allerdings mit neuester Technik. Die Geowissenschaften der Universität Greifswald haben besonders in den 1970er- und 1980er-Jahren wichtige Grundlagenbeiträge zur Geologie der heimischen Erdöllagerstätten, zum Beispiel durch Forschungsprojekte mit Diplom- und Doktorarbeiten, geleistet. Unsere Arbeit basiert auf diesen Erkenntnissen. Daher ist es für uns eine Ehre und Freude, diese lange erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie mit der Universität Greifswald fortzusetzen“, so Jaap Bouwman, Leiter von CEP Deutschland. Die Kooperation ist zunächst auf drei Jahre angelegt.

Ansprechpartner

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Prof. Dr. Martin Meschede
Institut für Geographie und Geologie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17a, 17487 Greifswald
Telefon 03834 86-4560
meschede@uni-greifswald.de
CEP Central European Petroleum GmbH
Dr. Thomas Schröter
Rosenstraße 2, 10178 Berlin
Telefon 030 243102190
de-info@cepetro.com
Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern
Geologischer Dienst
Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer
Goldberger Straße 12, 18273 Güstrow
Telefon 03843 777-770
ralf-otto.niedermeyer@lung.mv-regierung.de
Weitere Informationen:
http://www.mnf.uni-greifswald.de/institute/geo/geologie/regio.html
- Institut für Geographie und Geologie – Regionale/Strukturgeologie
http://www.cepetro.com/
- Central European Petroleum (CEP)
http://www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/hauptmenue/lung/struktur/abt4.htm
- Geologischer Dienst des Landesamtes für Umwelt, Natur und Geologie (LUNG)

Jan Meßerschmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-greifswald.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel
23.05.2018 | Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

nachricht PM des MCC: CO2-Entzug aus Atmosphäre für 1,5-Grad-Ziel unvermeidbar
23.05.2018 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Das große Aufräumen nach dem Stress

25.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

APEX wirft einen Blick ins Herz der Finsternis

25.05.2018 | Physik Astronomie

Weltneuheit im Live-Chat erleben

25.05.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics