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Geothermie-Forschung - Kompetenzbündelung im Norden

16.05.2011
Ein Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. - Die Tiefe Geothermie kann zu einer Stärke des kühlen Nordens werden, bietet doch das Norddeutsche Becken gutes Potenzial für die Nutzung dieser Energieform.

Vor allem aber ist die fachliche und technische Kompetenz im Norden Deutschlands traditionell vertreten, denn zur Aufsuchung und Förderung der tiefen Erdwärme kommen ähnliche Verfahren zum Einsatz wie bei der Erdgasgewinnung. Bohrtechnik und Geothermie-Forschung, Fördertechnik und Geowissen, Materialforschung und Ingenieurgeist - sie gehören eng zusammen. Zwischen Leine, Harz und Heide haben diese Fachgebiete ihre Wurzeln und bringen ihre Innovationen hervor.

Dazu wird am Mittwoch, den 18 Mai 2011 um 14 Uhr in Celle im Hotel Fürstenhof ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, der eine breite Kompetenzbündelung in der Geothermie-Forschung realisiert. Die Vertragspartner sind vier niedersächsische Universitäten (Braunschweig, Clausthal, Göttingen und Hannover sowie eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung (Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik, Hannover) und ein Trägerverein (GeoEnergy Celle e.V.) der Kommune und dreizehn Unternehmen der Bohrtechnologie.

Ziel der Vereinbarung ist es, das Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich der Geothermie-Forschung zu koordinieren und damit nicht nur ein verwertungsorientiertes Netzwerk zu etablieren, sondern eine disziplinübergreifende Innovationsallianz zu ermöglichen.

„Neben sorgfältiger Forschung kann nur Wissens- und Technologietransfer der Geothermie den notwendigen Impakt verleihen, der dieser Zukunftsenergie gebührt“, sagt Prof. Dr. Ugur Yaramanci, der Leiter des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik (LIAG) in Hannover. „Insbesondere die Tiefe Geothermie“, so Yaramanci weiter, „die seit Jahrzehnten ein Forschungsthema beim LIAG ist, wird die Bohrtechnik als engen Verbündeten brauchen.“

Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik in Hannover und die Technische Universität Clausthal hatten bereits im Jahr 2009 den wissenschaftlichen und forschungspolitischen Schulterschluss für Lehre und Forschung zur Tiefengeothermie vereinbart und begleiten engagiert die notwendige Einbindung auch der Wirtschaft, um das Thema zu forcieren.

Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) ist ein eigenständiges Forschungsinstitut für angewandte Geowissenschaften mit geophysikalischer Ausrichtung mit Sitz in Hannover. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird als Einrichtung von überregionaler Bedeutung von Bund und Ländern gemeinsam finanziert. Es hat die Aufgabe, Strukturen, Zustände und Prozesse im anthropogen beeinflussbaren Untergrund im Vorfeld und als Folge einer wirtschaftlichen Nutzung und zum Schutz der Umwelt zu untersuchen sowie zur Lösung dieser Fragestellungen neue Gerätesysteme, Messmethoden und Interpretationsverfahren zu entwickeln. Das Institut fokussiert seine Arbeiten auf die thematisch ausgerichteten Forschungsschwerpunkte Grundwassersysteme, Terrestrische Sedimentsysteme und

Geothermische Energie.

Weitere Informationen:
http://www.liag-hannover.de Homepage des Instituts
http://www.liag-hannover.de/de/forschungsschwerpunkte/geothermische-energie.html LIAG-Forschungsschwerpunkt "Geothermische Energie"

Franz Binot | idw
Weitere Informationen:
http://www.liag-hannover.de

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