Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geodäten der TU Dresden machen Eismassenschwund der Antarktis sichtbar

09.05.2016

Am 09. Mai 2016 wird ein Datenportal zur Massenänderung des antarktischen Eisschildes für die allgemeine Nutzung freigegeben. Anlass ist das an diesem Tag beginnende, von der Europäischen Weltraumagentur (ESA) organisierte "Living Planet Symposium 2016" in Prag.

Der bis zu 4800 Meter mächtige Eisschild auf dem antarktischen Kontinent hat in den vergangenen Jahren an Masse verloren. Zu diesem Schluss kommt eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien.


Antarktischer Eisschild

Peter Busch

Wissenschaftler des Instituts für Planetare Geodäsie der TU Dresden machen den Eismassenschwund der Antarktis nun sichtbar: Monat für Monat und untergliedert nach Regionen können alle Interessierten die antarktischen Eismassenänderungen mitverfolgen.

Dafür haben Prof. Martin Horwath und sein Team Daten der deutsch-amerikanischen Satellitenmission GRACE ausgewertet. Diese Mission erfasst kleinste Änderungen der Schwerkraft, die zum Beispiel entstehen, wenn Massen in verschiedenen Gebieten zu- oder abnehmen.

Die ESA beauftragt im Rahmen ihrer „Climate Change Initiative“ Wissenschaftler, klimarelevante Satellitendaten für einen breiten Nutzerkreis aufzubereiten. Im Rahmen eines solchen ESA-Projektes haben die Dresdener Geodäten nun die Analyse der GRACE-Daten verfeinert und damit die Genauigkeit der Ergebnisse verbessert.

Zusätzlich entwickelten sie ein intuitiv zu bedienendes interaktives Datenportal, das nicht nur Wissenschaftlern, sondern auch einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit eröffnet, auf diese Informationen zuzugreifen.

Die Eismasse auf dem Antarktischen Festland hat von 2002 bis Anfang 2016 im Durchschnitt etwa 100 Gigatonnen pro Jahr abgenommen. Dies entspricht der Masse von 100 Kubikkilometern Wasser.

Gleichmäßig auf die Fläche Deutschlands verteilt ergäbe dies eine Wasserschicht von 28 Zentimetern Höhe – jedes Jahr.

Auf die Fläche der Ozeane verteilt ergibt sich ein Beitrag von jährlich 0,27 mm, und damit etwa 9% des durchschnittlichen globalen mittleren Meeresspiegelanstiegs.

Informationen für Journalisten:
Fakultät Umweltwissenschaften
Fachrichtung Geowissenschaften
Institut für Planetare Geodäsie
Professur für Geodätische Erdsystemforschung
Prof. Martin Horwath
Tel. 0351 463 34652
E-Mail: Martin.Horwath@tu-dresden.de

Anfragen zu Fotos richten Sie bitte ebenfalls an Prof. M. Horwath.

Weitere Informationen:

Datenportal: http://data1.geo.tu-dresden.de/ais_gmb 
Internetseite der Professur: http://tu-dresden.de/geo/ipg/gef 
Satellitenmission GRACE: www.csr.utexas.edu/grace

Kim-Astrid Magister | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Antarktis ESA Eismasse Erdsystemforschung GRACE Geodäsie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Stärkere Belege für Abschwächung des Golfstromsystems
12.04.2018 | Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

nachricht Waldbrände in Kanada sorgen für stärkste jemals gemessene Trübung der Stratosphäre über Europa
12.04.2018 | Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics