Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Fossilien des ersten vegetarischen Dinosauriers gefunden

24.10.2008
Mini-Saurier wog nur 200 Gramm

Anzeige

Der Schädel des womöglich kleinsten Dinosauriers aller Zeiten wurde nun von Wissenschaftlern aus London, Cambridge und Chicago identifiziert. Er misst ganze 45 Millimeter und stammt von einem jungen, erst 200 Gramm schweren Heterodontosaurus, einem der ersten pflanzenfressenden Saurier.


Diese Entdeckung sei besonders wichtig, denn sie helfe zu erklären, wie aus den fleischfressenden Sauriern höher entwickelte pflanzenfressenden wurden, betont Laura Porro von der University of Chicago. Der Saurier, von dem der Knochenfund stammt, lebte genau in dieser Übergangsphase.

Südafrika war die Heimat des Heterodontosaurus, der vor etwa 190 Mio Jahren in der frühen Jura lebte. Erwachsene Vertreter der Art erreichten gerade einmal die Größe eines Truthahns. Da zuvor erst zwei Fossilienfunde des Heterodontosaurus bekannt waren, wusste man bisher sehr wenig über den Minisaurier, im Gegensatz zu seinen gut erforschten späteren und riesigeren Artgenossen. Der Schädel war im Zuge einer Ausgrabung der 60er Jahre entdeckt worden, lagerte aber seither unbeachtet in einem Museum in Südafrika, ohne bisher identifiziert worden zu sein. Diese Überraschung gelang Porro im Zuge ihrer Forschungen an den beiden bisherigen Heterodontosaurus-Funden.

Erstmals könne nun erforscht werden, wie sich der Heterodontosaurus beim Wachsen veränderte, sagt der Londoner Naturhistoriker Richard Butler. "Der junge Saurier hatte ziemlich große Augen und eine kurze Schnauze, vergleicht man ihn mit den Erwachsenen seiner Art." Das sei vergleichbar mit dem Wandel des Schädels von Hundewelpen zu ausgewachsenen Hunden. Heterodontosaurus bedeutet "Eidechse mit verschiedenen Zähnen", denn sein Gebiss unterscheidet sich von dem der meisten anderen Reptilien: Er kombiniert lange Eckzähne im Vorderteil des Gebisses mit abgenutzten, zum Mahlen verwendeten Backenzähnen im hinteren Teil.

Diese bizarre Kombination führte in der Vergangenheit zur Diskussion, wovon sich der Hedenterosaurus ernährte. Manche Wissenschaftler gingen davon aus, dass er sowohl Pflanzen als auch kleine Tiere verspeiste. Andere glaubten, er sei ein Pflanzenfresser gewesen mit Eckzähnen, die wie etwa beim Warzenschwein geschlechtsspezifisch seien.

Die Zähne wären dann etwa Waffen im Kampf gegen konkurrierenden Männchen. Dass die Eckzähne bereits beim Dinosaurierjungen auftraten, sieht Porro als Beweis für die Allesfresser-Theorie. "Der Hefenterosaurus war ein gelegentlicher Allesfresser: Vermutlich fraß er kleine Säugetiere und Reptilien als Ergänzung zu seiner vegetarischen Ernährung", so die Forscherin.

Johannes Pernsteiner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.uchicago.edu

Weitere Berichte zu: Dinosaurier Eckzähne Fossil Gebiss Heterodontosaurus Reptil Saurier

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht NASA's TRMM satellite sees heavy rainfall in Tropical Storm Bud
24.05.2012 | NASA/Goddard Space Flight Center

nachricht NASA sees Tropical Storm Sanvu continue to intensify
24.05.2012 | NASA/Goddard Space Flight Center

Alle Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Im Focus: Widerspenstiges Quasiteilchen erzeugt


Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.

Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.

Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Energieversorger vor dem Umbruch

24.05.2012 | Studien Analysen

Stem-cell-growing surface enables bone repair

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft und Öffentlichkeit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp