Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsschiff Heincke seit 25 Jahren im Dienst der Wissenschaft

03.07.2015

Ein Vierteljahrhundert alt, über 900.000 Kilometer (488.842 nautische Meilen) gefahren und trotzdem auf dem neuesten wissenschaftlichen und technischen Stand: Die Indienststellung des Forschungsschiffes Heincke jährt sich am 8. Juli 2015 zum 25. Mal.

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das die Heincke betreibt, nehmen ebenso regelmäßig an Expeditionen teil, wie Forschende und Studierende aus dem In- und Ausland.


FS Heincke im Billefjord auf Spitzbergen.

Alfred-Wegener-Institut / Kristina Bär

Als der damalige Bundesforschungsminister Prof. Heinz Riesenhuber die Heincke 1990 an die Wissenschaft übergab, rechnete er vermutlich nicht damit, dass das Schiff heute mit Rußpartikelfilter und nachgeschalteter Abgasreinigungsanlage fährt. Im Rahmen der Neumotorisierung im vergangenen Winter wurde das bereits vibrationsarm gebaute Schiff umweltfreundlich nachgerüstet (http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/detail/item/new_propulsion_for_rv_heincke/?cHash=6c4130c12424b7f4f7074922f15d9268). „Wir sind stolz, dass wir für unsere Forschungsarbeiten auf einem Schiff unterwegs sind, das ein Vorreiter hinsichtlich des Umweltschutzes ist“, sagt Dr. Rainer Knust, wissenschaftlicher Koordinator der Heincke.

Die Heincke ist - ebenso wie ihr Schwesterschiff Alkor - ein Multifunktionsschiff und kann somit alle meeresbezogene Forschung bedienen. Am Anfang der Dienstzeit Anfang der neunziger Jahre standen vor allem Forschungen der Biologie und Ozeanographie im Vordergrund. Bereits im zweiten Jahr erfolgten längere Expeditionen in die Biskaya mit dem Schwerpunkt der Untersuchung von Kleinstlebewesen (Plankton), der Ozeanographie und der Entwicklung von Fisch- und Krebsbeständen. In den folgenden Jahren führten Expeditionen bis zu den kanarischen Inseln und ins Mittelmeer, oft eingebettet in internationale Projekte.

Das Hauptuntersuchungsgebiet war und ist aber die Nordsee. Mit der Eingliederung der Biologischen Anstalt Helgoland in das Alfred-Wegener-Institut im Jahr 1998 erweiterte sich das Fahrtgebiet zusätzlich Richtung Norden. So leistet die Heincke mittlerweile zunehmend Dienste für Forschungen bis Spitzbergen. „Sie bedient alle meeresbezogenen Fachrichtungen, von der Biologie und Ökologie, der physikalischen Ozeanographie, der Chemie des Meeres bis hin zur Geologie. Sie ist daher eine wichtige Forschungsplattform nicht nur für das AWI, sondern auch für andere Institutionen an der Küste zur Erfüllung der gestellten Forschungsaufgaben“, so Rainer Knust. In Zusammenarbeit mit den Universitäten Bremen, Oldenburg, Hamburg und Kiel ist die Heincke auch ein wichtiges Ausbildungsschiff für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Das 54,4 Meter lange und 12,5 Meter breite Schiff hat eine Reichweite von 4.000 nautischen Meilen und ist dafür ausgerichtet, 30 Tage auf See zu verbringen, ohne einen Hafen anzulaufen. Die Heincke bietet Platz für maximal zwölf wissenschaftliche Fahrtteilnehmer. Zwölf Mann Besatzung sorgen für den reibungslosen Betrieb – und bei ihnen wird sich die Wissenschaft mit einer kleinen internen Feier anlässlich der Indienststellung bedanken.

Am 9. Juli startet die Heincke dann zu ihren nächsten Expeditionen Richtung Nordnorwegen und Spitzbergen.

Hinweise für Redaktionen:

Die Heincke ist am Montag in Bremerhaven, Koordinator Rainer Knust steht Ihnen nach Absprache gerne vor Ort für Gespräche zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner ist Dr. Rainer Knust (Tel.: 0471 4831-1709; E-Mail: Rainer.Knust(at)awi.de).

In der Pressestelle des Alfred-Wegener-Instituts steht Ihnen Folke Mehrtens für Rückfragen gern zur Verfügung (Tel.: 0471 4831-2007; E-Mail: medien(at)awi.de).

Druckbare Bilder finden Sie unter http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/.

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der 18 Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Weitere Informationen:

http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/
http://www.awi.de/de/infrastruktur/schiffe/heincke/

Ralf Röchert | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Bisher unbekanntes Aussterben grosser Meerestiere entdeckt
27.06.2017 | Universität Zürich

nachricht Auf der Suche nach Hochtechnologiemetallen in Norddeutschland
26.06.2017 | Jacobs University Bremen gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie