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Fachhochschule Düsseldorf untersucht Saharastaubwolke mit zwei Forschungsflugzeugen

03.04.2014

Die Fachhochschule Düsseldorf untersucht ab heute im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Saharastaubwolke, die über weiten Teilen Deutschlands zu bemerken ist, mit zwei Forschungsflugzeugen.

Es handelt sich dabei um eine einmotorige Flight Design CT und eine zweimotorige Diamond DA 42.


Im Auftrag des deutschen Wetterdienstes untersuchte das Team vom Labor für Umweltmesstechnik der FHD unter Leitung von Prof. Dr. Konradin Weber am 3. April die Saharastaubwolke über dem Ruhrgebiet

Labor für Umweltmesstechnik der FH Düsseldorf

Mit diesen Flugzeugen hat das Labor für Umweltmesstechnik der FHD unter Leitung von Professor Dr. Konradin Weber schon zahlreiche Untersuchungen in Eruptionswolken verschiedener Vulkane durchgeführt (z.B. Eyjafjallajökull, Grimsvötn, Ätna, Stromboli).

Die beiden Flugzeuge sind mit hochmoderner Laser-Messtechnik zur Untersuchung von Stäuben ausgestattet und sammeln auch Staubproben in der Luft für eine spätere Untersuchung im Elektronenmikroskop.

Das einmotorige Flugzeug untersucht die Atmosphäre über dem Ruhrgebiet bis nach Frankreich hinein. Die zweimotorige Maschine folgt einem Flugtrack vom Ruhrgebiet bis zum Hohenpeißenberg.

Dabei werden auf dem Flugweg auch verschiedene Messstationen des DWD angeflogen, die mit vertikal nach oben gerichteten Laserstrahlen die Saharastaubwolke bis in mehrere Kilometer Höhe sondieren (sog. Ceilometer).

Bei diesen Messstationen schraubt sich das zweimotorige Forschungsflugzeug in Spriralflügen in große Höhen. Hierdurch lassen sich nunmehr in hervorragender Weise die Resultate der Ceilometer-Stationen mit denen der Forschungsflugzeugen vergleichen.

Die Forschungsflüge werden in den nächsten Tagen fortgeführt und werden auch den östlichen Teil von Deutschland mit einschließen.

Die Ergebnisse werden wertvolle Informationen über die Ausbreitung des Saharastaubs geben und können in besonderer Weise zur Validierung und Verbesserung von Ausbreitungsmodellen für Saharastaub eingesetzt werden.

Darüber hinaus geben sie Hinweise über den Anstieg der Feinstaubbelastung durch den Transport von Saharastaub nach Deutschland.

Weitere Informationen:

http://www.fh-duesseldorf.de

Simone Fischer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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