Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Wissenschaftsorganisationen gründen Allianz zur Klimaforschung

05.10.2011
Eine Gruppe von führenden Klimaforschungsorganisationen aus acht europäischen Staaten gründete gestern im Europäischen Parlament die European Climate Research Alliance (ECRA).

Prof. Dr. Karin Lochte, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meersforschung, unterzeichnete die Kooperation stellvertretend für alle Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, die in der Klimaforschung tätig sind. Mit der European Climate Research Alliance entsteht ein leistungsfähiges Netzwerk, um die wissenschaftlichen Herausforderungen des Klimawandels mit vereinten Kräften anzugehen.

„Die Partnerinstitutionen verfügen national über erstklassige Mittel, um die Klimaforschung voranzubringen, aber wir arbeiten nicht genug zusammen. Mit der Allianz können wir die Kapazitäten der einzelnen Partner gezielter koordinieren und für gemeinsame Forschungsprogramme nutzen“, erläutert Karin Lochte einen zentralen Vorteil der Kooperation. So sollen Personalressourcen, Modellierungskapazitäten, Expeditionen oder Forschungsinfrastrukturen in der Allianz gebündelt werden. „Wir brauchen solch leistungsfähige Partnerschaften, um das komplexe Erdsystem besser zu verstehen und für Europa sinnvolle Anpassungsstrategien an den Klimawandel zu finden“, so die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts.

Schirmherrn der feierlichen Unterzeichnung waren Mitglieder des Europäischen Parlaments (Vittorio Prodi, Jo Leinen, Bas Eickhout) und Mitglieder der Europäischen Kommission (Robert-Jan Smits, Torsten Wöllert). Den Festvortrag hielt der Nobelpreisträger für Chemie (1995), Prof. Dr. Paul Crutzen. Er ist der Urheber des viel gebrauchten Ausdrucks „Anthropozän“, der die starken Eingriffe des Menschen in diesem Zeitalter auf das Erdsystem beschreibt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützen die Gründung der Europäischen Klimaforschungsallianz.

An ECRA beteiligen sich die folgenden Institutionen aus acht Ländern: die Technische Universität Dänemark (DTU), die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren (HGF), das Finnische Meteorologische Institut (FMI), die Italienische Nationalbehörde für Neue Technologien, Energie und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung (ENEA), das Königlich-Niederländische Meteorologische Institut (KNMI), das Norwegische Meteorologische Institut (NMI), das Spanische Forschungszentrum für Energie, Umwelt und Technologie (CIEMAT) uand das Schwedische Meteorologische und Hydrologische Institut (SMHI).

Hinweise für Redaktionen: Ihr Ansprechpartner in der Abteilung Kommunikation und Medien ist Ralf Röchert (Tel: +49 (0)471 4831-1680; E-Mail: medien@awi.de). Druckbare Bilder finden Sie unter http://www.awi.de.

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der siebzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Ralf Röchert | idw
Weitere Informationen:
http://www.awi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Wasser - der heimliche Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?
17.01.2017 | Max-Planck-Institut für Biogeochemie

nachricht Was ist krebserregend am Erionit?
13.01.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau