Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das europäische Projekt Eurofleets

06.10.2009
Koordination der nationalen Forschungsschiffe in Europa

Das von der EU geförderte Projekt Eurofleets (europäische Flotten) startete kürzlich anlässlich eines Treffens von etwa 100 Wissenschaftlern und Logistikern in Paris.

24 Partner aus 16 EU-Ländern beziehungsweise EU assoziierten Staaten beteiligen sich, um die Vernetzung der Forschungsflotten weiterzuentwickeln. Die Europäische Kommission fördert Eurofleets in den nächsten vier Jahren mit 7,2 Millionen Euro.

Die Projektleitung liegt beim französischen Forschungsinstitut Ifremer. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft koordiniert ein Teilprojekt, das Wissenschaftlern einen einheitlichen und vereinfachten Zugang zu Plätzen auf europäischen Forschungsschiffen ermöglichen soll.

Forschungsschiffe und Unterwasserfahrzeuge sind auch in Zeiten verbesserter Satellitenbeobachtung und autonom messender Bojen wichtige Werkzeuge, um wissenschaftliche Daten in den Weltmeeren zu erheben. Diese Schiffe und Geräte machen nach wie vor 40 bis 50 % der Kosten in der Meeresforschung aus. Die 24 Projektpartner von Eurofleets entwickeln unter anderem eine gemeinsame Strategie für zukünftigen Investitionsbedarf, Richtlinien für eine umweltfreundliche Forschung und eine bessere Kompatibilität der eingesetzten Geräte.

Das Alfred-Wegener-Institut leitet ein Teilprojekt, das zum Ziel hat ein einheitliches Antrags- und Begutachtungsverfahren zu entwickeln, das europäischen Wissenschaftlern ermöglicht, auf unterschiedlichen Forschungsschiffen zu arbeiten. Es richtet sich vor allem an Forscher aus Ländern ohne eigene Forschungsschiffe und an Nachwuchswissenschaftler. "Wir nutzen die langjährige Erfahrung mit der Bewertung von nationalen und internationalen Anträgen auf Schiffszeit, wie zum Beispiel aus der Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Forschungsschiff Polarstern, das seit über 25 Jahren von uns betrieben wird", erklärt Prof. Dr. Karin Lochte, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts.

Weiterhin stellt das Alfred-Wegener-Institut im Rahmen von Eurofleets selber auch Schiffszeit zur Verfügung. Dies betrifft Forschungsvorhaben der Polarstern für die Fahrt durch den Atlantik in die Antarktis oder aus der Antarktis nach Bremerhaven und Forschungsvorhaben auf dem Forschungsschiff Heincke, das in der Nordsee beziehungsweise im Nordostatlantik operiert. Die Expeditionsteilnehmer profitieren an Bord der deutschen Forschungsschiffe in der direkten Zusammenarbeit voneinander und bringen ihr spezifisches Fachwissen ein. So soll sich das Projekt Eurofleets auch im Wissenstransfer zwischen einzelnen Forschergruppen positiv auf zukünftige Kooperationen auswirken.

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der sechzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Margarete Pauls | idw
Weitere Informationen:
http://www.awi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Open Science auf offener See
19.01.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Bisher älteste bekannte Sauerstoffoase entdeckt
18.01.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics