Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschlands erstes DFG-Gerätezentrum für experimentelle Strömungsforschung

11.01.2016

Nationale und internationale Wissenschaftler werden am BTU-Gerätezentrum ihre Untersuchungen durchführen

Das neue Gerätezentrum „Physik rotierender Strömungen“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist deutschlandweit das erste, das Experimente zu rotierenden und geschichteten Strömungen mit modernster Messtechnik ermöglicht.


Das Fluid-Zentrum auf dem Zentralcampus ermöglicht innovative Strömngsexperimente

Alle bisherigen Forschungsaktivitäten im Bereich rotierender Strömungen mit nationalen und internationalen Partnern an der BTU werden darin zusammengeführt und gebündelt. Prof. Dr.-Ing. Christoph Egbers, Leiter des Fachgebiets Aerodynamik und Strömungslehre, und Prof. Dr. rer. nat. Uwe Harlander erhalten für Personal- und Sachmittel von der DFG insgesamt 560 000 Euro für eine Laufzeit von drei Jahren.

„Wir haben in den vergangenen 15 Jahren im Fluid-Centrum der BTU auf einer Fläche von mehr als 900 Quadratmetern moderne Experimente und Strömungsdiagnostik aufgebaut, die nun im Rahmen eines bundesweiten Gerätezentrums für rotierende Strömungen zusammengefasst werden.

Die Experimente wie das Geoflow-Bodenmodell werden künftig noch mehr nationale und internationale Foschungspartner nach Cottbus bringen. Und wir werden unsere Aktivitäten im Bereich der rotierenden Strömungen mit vier neuen Mitarbeitern weiter ausbauen“, so Prof. Dr.-Ing. Christoph Egbers.

Innovative Strömungsexperimente ermöglichen die Modellbildung von Strömungen in Natur und Technik
Im neuen BTU-Gerätezentrum wird das Verhalten von Flüssigkeiten und Gasen in rotierenden Strömungen für Anwendungen in Natur und Technik untersucht. Die Experimente decken folgende Forschungsgebiete ab:

Rotierende Strömungen mit technischen Anwendungen wie Gleitlager, Rotor-/Stator-Geometrien, Zentrifugen, Turbinen, sowie Modellbildung für planetare, astrophysikalische und geophysikalische Strömungsdynamik. Das Gerätezentrum trägt mit seinem interdisziplinären Ansatz wesentlich zu neuen innovativen Erkenntnissen im Maschinenbau, der Physik, der Verfahrens- und Umwelttechnik sowie der Meteorologie und Geophysik bei.

„Durch das neue Gerätezentrum zeigen wir als BTU, dass wir im Bereich der Strömungsforschung national und international wettbewerbsfähig sind. Besonders freue ich mich auch darüber, dass wir dadurch unsere bestehende Kooperationen weiter vertiefen und neue aufbauen werden“, so der BTU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach.

Die Gerätezentren der DFG
Mit den Gerätezentren fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft seit dem Jahr 2012 die gemeinsame Nutzung bestehender, hervorragender Geräteinfrastrukturen an Hochschulen und Forschungsinstitutionen. Ziel der DFG ist es, die nationale und internationale Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen zu stärken.

Weitere Informationen:

http://www.b-tu.de/news/artikel/5963-erstes-dfg-geraetezentrum-fuer-stroemungsfo...

Dr. Marita Müller | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Expedition ans Ende der Welt
29.11.2016 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Lakkolithe können auch während eines Vulkanausbruchs entstehen
24.11.2016 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie