Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland und Brasilien bauen riesigen Klima-Messturm am Amazonas

13.03.2009
Schavan: "Forschung liefert Grundlage zu verbesserten Klimamodellen"

Deutschland und Brasilien werden gemeinsam einen mehr als 300 Meter hohen Messturm für die Klimaforschung mitten im unbesiedelten Amazonasgebiet bauen und betreiben.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat dazu in São Paulo gemeinsam mit dem brasilianischen Minister für Wissenschaft und Technologie Sergio Machado Rezende ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. ATTO (Amazonian Tall Tower Observatory) dient der Beobachtung der Wechselwirkungen zwischen Klima, Atmosphärenchemie und den Ökosystemen Amazoniens. Schavan: "Das Projekt wird unser Verständnis des Erdsystems verbessern und Grundlagen für verbesserte Klimamodelle liefern."

Der Turm wird in ein bereits bestehendes Netzwerk von brasilianischen Messtürmen integriert, die allerdings wesentlich kleiner sind. Deshalb kann ATTO bisher nicht zugängliche Messwerte aus großer Höhe liefern. Die Kosten für den Bau und die ersten fünf Betriebsjahre von ATTO betragen rund 8,4 Millionen Euro und werden zur Hälfte von Deutschland und Brasilien finanziert. Von deutscher Seite sind insbesondere Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz an dem Projekt beteiligt.

Bei Regierungsgesprächen haben Schavan und ihr brasilianischer Amtskollege Rezende über dieses konkrete Projekt hinaus eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern im Bereich der Nachhaltigkeits-Forschung vereinbart. Dabei geht es um gemeinsame Forschungsprojekte insbesondere bei den Themen Umwelttechnologien, Wasser, Landnutzung. Bundesforschungsministerin Schavan hat am Donnerstag in São Paulo auf dem größten Messegelände Südamerikas die deutsch-brasilianische Umwelttechnologien ECOGERMA eröffnet.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Stagnation im tiefen Südpazifik erklärt natürliche CO2-Schwankungen
23.02.2018 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Birgt Mikroplastik zusätzliche Gefahren durch Besiedlung mit schädlichen Bakterien?
21.02.2018 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics