Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Klimawandel direkt vor der Tür: RUB-Forscher entwickeln Anpassungskonzepte für Städte

21.05.2014

Steigende Temperaturen in Innenstädten und Überflutungen durch Starkniederschläge im Stadtgebiet werden ein immer größeres Problem. Verantwortlich ist der Klimawandel.

Um darauf zu reagieren, entwickeln Forscher am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum (RUB) Anpassungskonzepte. Dr. Monika Steinrücke vom Projektteam K.RUB der Klimatologie der RUB erzählt im Wissenschaftsmagazin RUBIN, wie Kommunen den extremen Wetterbedingungen vorbeugen können.

Gesundheitliche Gefahren

In der Innenstadt Bochums gibt es Bereiche, die in Sommernächten nur um wenige Grad abkühlen. Ist es im Schatten dort tagsüber 30 Grad Celsius heiß, zeigt das Thermometer oft auch in der Nacht noch 27 Grad an. Bereits bei 20 bis 25 Grad ist eine Erholung im Schlaf nicht mehr möglich. Bei Kranken, Alten und Kindern kann das zu gesundheitlichen Schäden und sogar zum Tod führen. „Die Prognosen sagen bereits voraus, dass solche Hitzeperioden in Zukunft der Normalfall sein werden. Da besteht Handlungsbedarf“, sagt Steinrücke. Sie und ihr Projektteam erarbeiten deswegen Klimaanpassungskonzepte für Städte wie Bochum und Neuss.

Mit Pflanzen und Frischluftschneisen gegen die Hitze

Grund für die extremen Temperaturen ist nicht nur der Klimawandel; auch die Baumaterialien und die Raumaufteilung der Städte tragen dazu bei. Straßen, Häuser und Bürgersteige absorbieren am Tag die Sonnenstrahlung, speichern die Energie und geben sie in der Nacht wieder ab. Die Klimatologen empfehlen den Städten deswegen ausreichend kühlende Grünflächen, eine bewusste Auswahl der Fassadenfarben, Straßen- und Dachbeläge und wohl bedacht angelegte Frischluftschneisen.

Überschwemmungen entgegenwirken

Neben der Hitzebelastung werden Extremniederschläge zunehmend zu einem städtischen Problem. Sind viele Flächen versiegelt, kann das Wasser nicht versickern. In der Folge laufen Keller und U-Bahn-Stationen voll, und abschüssige Straßen werden zu Flüssen. Dabei gibt es simple Möglichkeiten, um Überschwemmungen entgegenzuwirken. Kaum wahrnehmbare Dellen in Rasenflächen können zu Staubecken werden. Welche weiteren Maßnahmen einer Stadt helfen, den Auswirkungen des Klimawandels vor der eigenen Tür zu begegnen, erfahren Sie in RUBIN.

Link zum vollständigen Beitrag mit Bildern in RUBIN
http://rubin.rub.de/de/der-klimawandel-direkt-vor-der-tuer

Weiterer Beitrag zum Klimawandel in RUBIN

Folgen des Klimawandels zeigen sich auch in Flüssen und Bächen; in Deutschland ist NRW besonders stark betroffen. Die Artenvielfalt in den Fließgewässern nimmt ab. Dr. Florian Leese erforscht mit seinem Team, welche Umwelteinflüsse den Organismen besonders stark zu schaffen machen: http://rubin.rub.de/de/artenvielfalt-auf-dem-rueckmarsch.

Weitere Informationen

Dr. Monika Steinrücke, Projektteam K.RUB, Klimatologie im Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, 44801 Bochum, Tel. 0234/32-23318
E-Mail: monika.buerger@rub.de

Angeklickt

Projekt K.RUB
http://www.k-rub.de/

Tabea Steinhauer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät
21.09.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Der Salzwasser-Wächter auf der Darßer Schwelle
19.09.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie