Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

COMTESS: Neuer Forschungsverbund erarbeitet Strategien zum Küstenschutz

09.12.2010
Küstenschutzstrategien hinsichtlich ihrer ökologischen, soziologischen und ökonomischen Folgen stehen im Mittelpunkt des neuen Verbundforschungsprojekts COMTESS (Sustainable COastal Land Management: Trade-offs in EcoSystem Services), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunkts „Nachhaltiges Landmanagement“ im Zeitraum 2011 bis 2015 mit 3,3 Mio. Euro gefördert wird. Koordiniert wird das Projekt von der Arbeitsgruppe Landschaftsökologie der Universität Oldenburg.

Die Küstenregionen der Nord- und Ostsee sind durch Klimawandel und Anstieg des Meeresspiegels stark gefährdet. Sturmfluten werden häufiger, und auch die zunehmenden Abflussmengen der Flüsse, Bäche und Gräben im Winter bedeuten eine große Herausforderung für den Küstenschutz.

Die Chancen und Risiken verschiedener Küstenschutzstrategien hinsichtlich ihrer ökologischen, soziologischen und ökonomischen Folgen stehen im Mittelpunkt des neuen Verbundforschungsprojekts COMTESS (Sustainable COastal Land Management: Trade-offs in EcoSystem Services), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunkts „Nachhaltiges Landmanagement“ im Zeitraum 2011 bis 2015 mit 3,3 Mio. Euro gefördert wird.

Koordiniert wird das Projekt von der Arbeitsgruppe Landschaftsökologie der Universität Oldenburg. Beteiligt sind auch die Oldenburger Arbeitsgruppen Bodenkunde und Vergleichende Politikwissenschaft sowie das Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST).

„Küstenschutzmaßnahmen sind aufwändig, langwierig und teuer. Sie müssen daher sorgfältig abgewogen werden“, erklärte Prof. Dr. Michael Kleyer, Oldenburger Hochschullehrer für Naturschutz und Landschaftsplanung und Leiter der Arbeitsgruppe Landschaftsökologie. An der Ostfriesischen Nordseeküste soll das Projekt Perspektiven für eine zweite Deichlinie analysieren und dabei klären, welche Landnutzungen zwischen erster und zweiter Deichlinie sinnvoll sind. Im Bereich der Boddenlandschaft der Ostseeküste beschäftigen sich die ExpertInnen mit der Untersuchung von Ausdeichungsprojekten. Ziel ist es, konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln, die die nachhaltige Nutzung dieser Landschaften sicherstellen.

Dem neuen Verbundforschungsprojekt gehören neben der Universität Oldenburg auch die Universitäten Braunschweig, Greifswald, Hohenheim, Lüneburg, Potsdam und Rostock an. Projektpartner sind die Nationalparke „Vorpommersche Boddenlandschaft“ und „Niedersächsisches Wattenmeer“ sowie die University of Aarhus (Dänemark) und das Netherlands Institute of Ecology (Niederlande).

Kontakt: Prof. Dr. Michael Kleyer, AG Landschaftsökologie, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Tel.: 0441/798-3278, E-Mail: michael.kleyer@uni-oldenburg.de

Dr. Corinna Dahm-Brey | idw
Weitere Informationen:
http://www.landeco.uni-oldenburg.de/
http://www.comtess.uni-oldenburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Neue Grundlagen für die Verbesserung von Klima-und Vegetationsmodellen
08.08.2017 | Max-Planck-Institut für Biogeochemie

nachricht Kohlenstoff-Transporte ins Erdinnere: Bayreuther Forscher entdecken hochstabile Carbonat-Strukturen
01.08.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

New thruster design increases efficiency for future spaceflight

16.08.2017 | Physics and Astronomy

Transporting spin: A graphene and boron nitride heterostructure creates large spin signals

16.08.2017 | Materials Sciences

A new method for the 3-D printing of living tissues

16.08.2017 | Interdisciplinary Research