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NASA Asteroidenmission Dawn wieder zum Leben erweckt.

30.03.2006


Künstlerische Darstellung der Raumsonde Dawn im Asteroidengürtel (NASA/JPL)


Die wissenschaftlichen Kameras des MPS warten auf den Einbau auf der Dawn-Raumsonde (Holger Sierks, MPS).


Kameras aus dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung fliegen nun doch ins Weltall.


Große Erleichterung am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im niedersächsischen Katlenburg-Lindau nach der erneuten Bestätigung der Mission Dawn durch die NASA. Wissenschaftler und Ingenieure am MPS lieferten bereits im August und September letzten Jahres die Kamerasysteme für die Mission an die NASA und hofften auf einen erfolgreichen Start Mitte dieses Jahres. "Wir sind erleichtert, dass die Entscheidung, Dawn nicht zu starten, rückgängig gemacht wurde und nun doch Kameratechnik aus den Labors des MPS im Weltall eingesetzt werden kann", sagt Prof. Ulrich Christensen, Geschäftsführender Direktor des MPS. "Wir gehen nun davon aus, dass dieses unter extrem hohem Zeitdruck durchgeführte Projekt im nächsten Frühjahr gestartet wird und ein neues Kapitel in der Erforschung der Asteroiden Ceres und Vesta beginnen kann", so Prof. Christensen weiter.

Dawn ist ein Projekt im Rahmen des NASA Discovery-Programms. Mit neuer Antriebstechnik soll die Raumsonde die beiden großen Asteroiden Ceres (960 km Durchmesser) und Vesta (520 km Durchmesser) anfliegen, in eine Umlaufbahn einschwenken und detailliert untersuchen. Die Sonde wird Vesta 2011 und Ceres 2015 erreichen.


Ceres und Vesta liegen im so genannten Asteroidengürtel, einer großen Ansammlung von Bruchstücken, die die Sonne in Bahnen zwischen Mars und Jupiter umkreisen. Asteroiden sind ähnlich wie Kometen sehr wichtig zum Verständnis der Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems vor 4.5 Milliarden Jahren. Das MPS lieferte die hochauflösenden Kameras für diese Mission. Damit wird es möglich sein, Vesta mit bis zu 19 m und Ceres mit bis zu 82 m Auflösung zu kartografieren und in 7 Spektralkanälen wissenschaftlich zu untersuchen. Beteiligt sind außerdem das Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze (IDA) in Braunschweig und das Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin.

Weitere Informationen:
Dr. Holger Sierks
Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
Max-Planck-Str. 2
37191 Katlenburg-Lindau
Tel. 05556 979242
Fax. 05556 979141
email: sierks@mps.mpg.de

Dr. Horst Uwe Keller
Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
Max-Planck-Str. 2
37191 Katlenburg-Lindau
Tel. 05556 979419
Fax. 05556 979141
email: keller@mps.mpg.de

Prof. Ulrich Christensen
Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
Max-Planck-Str. 2
37191 Katlenburg-Lindau
Tel. 05556 979542
Fax. 05556 979240
email: christensen@mps.mpg.de

Dr. Bernd Wöbke | idw
Weitere Informationen:
http://www.mps.mpg.de

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