Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

2007 wird Polarjahr: 50.000 Forscher beteiligt

16.03.2006


Drei Mrd. Euro für die Erforschung der kältesten Erdregionen


BAS



2007 ist vom International Council of Sciences und der Welt-Meteorologiebehörde zum Polarjahr (IPY) erklärt worden. Im kommenden Jahr werden mehr als 50.000 Wissenschaftler sich mit den Themen rund um die "Polarregionen der Erde" beschäftigen. 50 Jahre nach dem ersten Internationalen Geophysikalischen Jahr suchen die Wissenschaftler nach weiteren Antworten auf Fragen der Klimaveränderungen auf der Erde.

... mehr zu:
»Antarktis »Geophysikalisch »IPY »Polarjahr


Die Wissenschaftler der British Antarctic Survey (BAS) http://www.antarctica.ac.uk hoffen, dass das zukünftige Polarjahr mindestens genau so viel Aufsehen erregt wie die Mondlandung von 1969. Die Erkenntnisse, die die Forscher im Geophysikalischen Jahr 1957 gewonnen haben, sind heute noch von Wichtigkeit. "Jene, die alt genug sind, wissen, welche fantastischen Ergebnisse sowohl in wissenschaftlicher als auch in geopolitischer Hinsicht dieses Forschungsjahr mit sich gebracht hat", so Chris Rapley, BAS-Direktor. Im Geophysikalischen Jahr 1957 wurde mit Sputnik der erste Satellit ins All geschossen, zudem wurde erstmals die Eisdecke der Antarktis vermessen und der Weg zum so genannten "Antarktis-Vertrag" geebnet. Dieser Vertrag sieht eine Sektorenteilung des Kontinents vor und erklärte die Region zu einer "Zone des Friedens und der Forschung".

Im März 2007 werden mehr als 50.000 Forscher aus 60 Nationen an dem Forschungsvorhaben teilnehmen. Die Wissenschaftler werden aus verschiedenen Disziplinen kommen. "Die Polarregionen sind wesentlich um den globalen Kohlenstoff-, Klima- und Wetterkreislauf zu verstehen", erklärt David Carlson, Programmdirektor des IPY. "Es handelt sich um Polarforschung, die allerdings Auswirkungen auf den gesamten Planeten hat", so der Wissenschaftler.

Eines der zentralen Themen werden weitere Forschungen zum Thema Klimageschichte der Erde sein. Dazu sollen weitere Eisbohrkerne untersucht werden. Unter die Lupe genommen werden auch Flora und Fauna in der Arktis und Antarktis. Thema von Untersuchungen werden auch die indigenen Bewohner der polaren Regionen sein. "Die Menschen, die in diesen Regionen leben, sehen Veränderungen des Klimas als erste", erklärt Carlson.

Doch werden die Aktivitäten des Polarjahres, das eigentlich bis März 2009 dauert, auch in der Öffentlichkeit präsentiert. Ausstellungen und Veranstaltungen sollen die Menschen auf die Wichtigkeit dieser Region hinweisen. Das IPY wird vom World Council of Science und der Weltmeteorologie-Organisation gesponsert. Die Gesamtkosten werden zwischen 2,5 und drei Mrd. Euro betragen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.icsu.org
http://www.wmo.ch
http://www.ipy.org

Weitere Berichte zu: Antarktis Geophysikalisch IPY Polarjahr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Unterschiedliche Erwärmung von Arktis und Antarktis: Forscher sieht Höhenunterschied als Ursache
18.05.2017 | Universität Leipzig

nachricht Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Bewohner der Arktis aus?
18.05.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie