Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geologen erforschen die Häufigkeit von Erdbeben

16.01.2006


Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe an der RUB


Numerische Modellierungen seismisch aktiver Störungen


Das Verhalten seismisch aktiver Störungen bei natürlichen und durch Menschen verursachten Massenumlagerungen an der Erdoberfläche wird eine neue Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe ab Februar 2006 unter der Leitung von Dr. Andrea Hampel am Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik untersuchen. Zum Team gehören neben Andrea Hampel ein promovierter Mitarbeiter und ein Doktorand. Das Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglicht promovierten jungen Forschern eine frühe wissenschaftliche Selbständigkeit und soll sie durch die Leitung einer eigenen Arbeitsgruppe und Einbindung in die Lehre für die Aufgaben eines Hochschullehrers qualifizieren. Die Förderung umfasst Personal- und Sachmittel für fünf Jahre.

Erdbebenhäufigkeit und ihre Veränderungen


Insbesondere wollen die Forscher mithilfe dreidimensionaler numerischer Modellierungen ermitteln, wie sich die Bewegungsrate von Störungen - und damit die Häufigkeit von Erdbeben - als Reaktion z.B. auf den Vorstoß oder Rückzug von Gletschern und Seen, Meeresspiegelschwankungen oder den Bau großer Stauseen ändert. Bei der Durchführung des Projekts wird die Emmy-Noether-Gruppe eng mit den Mitgliedern des SFBs 526 "Rheologie der Erde" und insbesondere mit Prof. Bernhard Stöckhert (endogene Geologie) zusammenarbeiten.

Vita Dr. Andrea Hampel

Andrea Hampel hat in Kiel Geophysik studiert und im Februar 2000 ihre Diplomarbeit am GEOMAR Forschungszentrum für marine Geowissenschaften abgeschlossen. Danach hat sie in einem BMBF-geförderten Projekt von Dr. Nina Kukowski ihre Dissertation über die Kollision des Nazca-Rückens mit dem peruanischen Kontinentrand angefertigt. Die Promotion erfolgte im März 2003 an der Freien Universität Berlin bei Prof. Onno Oncken. Als Postdoc verbrachte sie danach zweieinhalb Jahre in der Schweiz am Institut für Geologie der Universität Bern und spezialisierte sich in der Tektonik- und Strukturgeologie-Gruppe von Prof. Adrian Pfiffner auf numerische Modellierungen zu geodynamischen Fragestellungen. Seit Oktober 2005 ist Dr. Hampel Gastwissenschaftlerin des Sonderforschungsbereichs SFB 526 an der Ruhr-Universität Bochum.

Weitere Informationen

Dr. Andrea Hampel, Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-23230, E-Mail: Andrea.Hampel@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Berichte zu: Erdbeben Geologie Geophysik Häufigkeit Modellierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen
22.08.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen
18.08.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen