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Das Ground Penetrating Radar (Bodenradar) unterstützt die seismische Forschung

21.07.2005


An der Brunel University wurde das Ground Penetrating Radar erfolgreich zur Untersuchung der Verwerfungsstrukturen in einer erdbebenanfälligen Region Griechenlands eingesetzt.

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In Europa finden sich einige der seismisch aktivsten Regionen der Welt, und dementsprechend muss auch das Risiko gehandhabt werden. Im griechischen Corinth Rift Laboratory (CRL) werden fortschrittliche Forschungsarbeiten durchgeführt, die zum Teil von der Euroäischen Union finanziert werden. Im Rahmen des CORSEIS-Projekts nutzten die Wissenschaftler der Brunel University ihre Fachnkenntnisse auf dem Gebiet des Bodenradars (GPR - Ground Penetrating Radar), um einen besseren Eindruck über die Vorgänge unter der Erdoberfläche zu gewinnen.

GPR sendet elektromagnetische Wellen im Frenquenzbereich von 10 bis 1000MHz aus. Die Energie verbreitet sich von der Antenne abwärts und wird zum Empfänger zurück reflektiert, sobald große Veränderungen der elektrischen Eigenschaften des Gesteins auftreten. Fortlaufende Impulse können analysiert werden, um ein Bild davon zu erhalten, was unterhalb der Erdoberfläche liegt, ohne ein einziges Loch bohren zu müssen.


Im Rahmen von CORSEIS beobachteten die Geologen der Brunel University mit GPR die Eliki-Verwerfung im nördlichen Peloponnese. Das Ziel lag darin, zu bestimmen, ob große Neigungen, auch Steilhänge genannt, vor dem Hintergrund der reichen archäologischen Vergangenheit Griechenlands durch seismische oder durch menschliche Aktivität geschaffen wurden. Durch den Einsatz von Impulsen unterschiedlicher Frequenz konnten Daten an mehreren verschiedenen Standorten entlang der Verwerfung gesammelt werden. Es wurde ein Softwarepaket zur Verarbeitung der Daten genutzt.

Die aus den verschiedenen Profilen erstellten Bilder deuteten darauf hin, dass die Steilhänge eher seismischen als anthropogenen Ursprungs sind. In der Tat existieren bedeutende Beweise für eine, nach geologischer Zeitrechnung, kürzliche seismische Aktivität nicht weit unter der Erdoberfläche. Die mithilfe von GPR gesammelten Informationen werden den Wissenschaftlern am CRL helfen, Erdbeben und andere Signale aus dem komplexen Netz von Verwerfungen in diesem Gebiet interpretieren zu können. Nach seiner erfolgreichen Anwendung am CRL kann GPR auch an anderen Standorten eingesetzt werden.

Dr. Iain Stewart | ctm
Weitere Informationen:
http://www.brunel.ac.uk

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