Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Ausschreibungen im Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN

17.07.2001


In dem gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten geowissenschaftlichen Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN sind die Förderrichtlinien für die Schwerpunktthemen

"Informationssysteme im Erdmanagement: Von Geodaten zu Geodiensten"
und


Kontinentränder - Brennpunkte im Nutzungs- und Gefährdungspotenzial der Erde"

vom BMBF ausgeschrieben worden. Adressaten sind neben Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen auch Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.

Die Förderrichtlinien sind im Bundesanzeiger Nr. 128 vom 13. Juli 2001 veröffentlicht und unter www.geotechnologien.de/aktuelles.html einzusehen.

Mit der Förderung des Forschungsschwerpunktes "Informationssysteme im Erdmanagement: Von Geodaten zu Geodiensten" wird den komplexen Anforderungen im Umgang mit großen Datenmengen Rechnung getragen. Insbesondere Geodaten sind in hohem Maße variabel und vielfach durch eine fehlende Standardisierung inkompatibel. Eine fachübergreifende Nutzung ist daher bis heute nur eingeschränkt oder nur mit erheblichem Kostenaufwand möglich. Mit der Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen für eine effizientere Nutzung großer heterogener Geo-Datenbestände geschaffen werden und ihre langfristige Verfügbarkeit in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung sichergestellt werden.

Der Forschungsschwerpunkt "Kontinentränder: Brennpunkte im Nutzungs- und Gefährdungspotenzial der Erde" konzentriert sich auf die Übergangszone zwischen den Kontinenten und den Ozeanen. Durch die besondere geologische Situation von Kontinenträndern zeichnen sich diese Bereiche durch reiche Rohstoffvorkommen aus, sind vielfach aber auch Orte von extremen Naturereignissen, wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Flutwellen. Demgegenüber steht die dichte Besiedlung der Kontinentränder. Bereits heute leben über 60 % der Weltbevölkerung in einem 100 km schmalen Küstenstreifen entlang der Weltmeere. Die Kontinentränder zählen damit zu den weltweit wichtigsten Lebens- und Wirtschaftsräumen, deren Bedeutung nach allen demographischen und ökonomischen Studien zukünftig sogar noch zunehmen wird. Dieses Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Ökologie und potenzieller Gefährdung hat die Kontinentränder weltweit in den Blickpunkt der Forschung gerückt. Mit der Förderung soll das in Deutschland bestehende geowissenschaftliche Know-how gebündelt und in ein international abgestimmtes Netzwerk eingebracht werden.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren und zu dem Programm GEOTECHNOLOGIEN sind unter www.geotechnologien.de einzusehen oder direkt im Koordinierungsbüro GEOTECHNOLOGIEN (Tel. 0331/288-1071, E-Mail: geotech@gfz-potsdam.de, Ansprechpartner: Dr. Hildegard Wilken, Dr. Alexander Rudloff) zu erfragen.

Dr. Ludwig Stroink | idw
Weitere Informationen:
http://www.geotechnologien.de/aktuelles.html
http://www.geotechnologien.de/

Weitere Berichte zu: Erdmanagement GEOTECHNOLOGIE Geodaten Kontinentrand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon
22.11.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Klimawandel begünstigt Methanfreisetzung aus Gewässern
22.11.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften