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Erdbeben bei Waldkirch/Breisgau in der wissenschaftlichen Nachlese

06.12.2004


Deutsche Task Force Erdbeben im Einsatz/b> Zur tiefergehenden Untersuchung der Ursachen des Erdbebens von Waldkirch (Südschwarzwald) in der Nacht von Samstag, 04.12.04 auf Sonntag entsandte das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) die Deutsche Task Force Erdbeben.

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Der Leiter der Task Force Erdbeben, Professor Jochen Zschau (GFZ Potsdam) erklärt den Zweck des Einsatzes: „Durch Messung und Untersuchung der Nachbeben erhalten wir detaillierte Informationen zum Bebenmechanismus. Wir können daraus auch ableiten, wie der Erdbeben-Riss in der Erdkruste verläuft und wie er sich weiter entwickeln kann.“ Analysen dieser Art sind unumgänglich für die Bewerttung weiterer Erdbebenrisiken und für die Entwicklung einer adäquaten Vorsorgestrategie. Zusammen mit der Universität Karlsruhe hat das GFZ Potsdam ein Kompetenz-Zentrum CEDIM (Centre for Disaster Management and Risk Reduction Technology) eingerichtet, das bereits im Mai dieses Jahres die ersten ‚Risikokarten: Überblick über Katastrophen-Risiken’ speziell für Baden-Württemberg vorgestellt hat. Jochen Zschau ist einer der beiden Sprecher von CEDIM und erklärt die vergleichsweise geringen Schäden des Bebens durch die geeigneten Baunormen: „Man sieht daraus, das sich Vorsorgeplanung bei der Erarbeitung ökonomisch vertretbarer Schutzmaßnahmen lohnt. Allerdings hat das Beben auch nicht direkt ein Stadtgebiet getroffen. Es wäre dann nicht so glimpflich abgelaufen.“

Der Oberrheingraben gehört zu den seismisch aktivsten Zonen Deutschlands. Professor Rolf Emmermann, der Vorstandsvorsitzende des GFZ Potsdam erläuterte dazu: „Die Entsendung der Task Force Erdbeben geschieht vor dem Hintergrund, dass es bestimmte Naturgefahren in Deutschland gibt, deren Risikopotential unterschätzt wird. In diesem Zusammenhang hat das GeoForschungsZentrum mit der Gründung von CEDIM einen weiteren Beitrag zur Risikovorsorge und einer ‚Kultur der Prävention’ geleistet.“ Auch die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, zu denen das GeoForschungsZentrum gehört, hat als eine große Herausforderung in der Neubestimmung ihrer Mission die Katastrophenvorsorge identifiziert. Das GFZ Potsdam koordiniert diese Zentren-übergreifenden Arbeiten. So werden im neu gegründeten Forschungsnetzwerk „Integriertes Erdbeobachtungssystem (EOS)“ die Kapazitäten der vier Helmholtz-Zentren AWI, DLR, GFZ und GKSS zum Thema Katastrophenmanagement gebündelt.

Franz Ossing | idw
Weitere Informationen:
http://www.gfz-potsdam.de

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