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Für die nachhaltige Entwicklung der Ural-Region

06.07.2004


Das im Herzen von Eurasien gelegene Uralgebirge bzw. der Ural blickt auf lange Geschichte zurück und hat die zweithöchste Bevölkerungszahl des Landes. Diese Region wird durch ein schnelles Wirtschaftswachstum charakterisiert, das zum Großteil auf den Erzvorkommen beruht, die zwar nicht riesig, dafür aber unerschöpflich sind. Um die nachhaltige Entwicklung dieser Region gewährleisten zu können, muss ein umfassender sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und rechtlicher Rahmen geschaffen werden.



Der Ural zeichnet sich insbesondere durch seine umfassenden Mineralvorkommen aus. In der Region lagern die meisten der auf der Erde vorkommenden chemischen Elemente. Im Süden des Uralgebirges wird Eisenerz abgebaut und es finden sich reichhaltige Ablagerungen von Zink, Kupfer und Gold in der Region. Der Reichtum an natürlichen Ressourcen und der einfache Zugang zu diesen Vorkommen haben zum gegenwärtig sehr dichten industriellen Leben geführt, das besonders von der Verarbeitung von Erzen in mehreren großen industriellen Komplexen geprägt wird.

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Der Abbau der Oberflächenvorkommen wird aber zunehmend teurer und aufwändiger, während sich die Qualität der Erzablagerungen verschlechtert. Außerdem steigt die Nachfrage der Industrie nach Zinkmetallen ständig und Kupfer wird in erster Linie in der Südural-Region gefördert. Im Rahmen des MINURALS-Projektes hat man sich dieser Thematik angenommen und sich auf die Bewertung des Mineralienpotentials konzentriert, das alternative Ressourcen wie Sedex-Zinkvorkommen und sulfidische Erze besitzen, die durch das Vorkommen von Edelmetallen wie Kupfergold in den porphyrischen Kupferablagerungen aufgewertet werden.

Die Forscher haben außerdem neue geophysische und geochemische Technologien verwendet, um noch nicht erforschte Goldvorkommen in epithermischen Ablagerungen zu erkunden. Die Forschungen des Projekts richteten sich außerdem auf die ökologischen Auswirkungen, die der Abbau der Mineralien und die metallurgische Verarbeitung der Erze haben. Durch eine umfassende Untersuchung des Kreislaufes der umweltverschmutzenden Elemente konnten im Rahmen des Projekts geeignete Sanierungsschritte für die Regulierung der Umweltauswirkungen bestimmt werden.

Die identifizierten zweckmäßigen ökologischen Einschränkungen bilden zusammen mit der Mineralienverfügbarkeit der Region die allgemeine Grundlage für eine Veränderung der örtlichen Gesetzgebung mit Hinblick auf Bergbau- und Umweltrecht. Desweiteren hat die wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit mit russischen Forschern zu sehr interessanten Ergebnissen und Informationen geführt, die an die internationale wissenschaftliche und industrielle Gemeinschaft weitergegeben wurden. Die Präsentation des abschließenden Projekt-Workshops, der am 2. Juli 2003 in Orleans statt gefunden hat, finden Sie unter: http://minurals.brgm.fr/

Dr. Jean-Marc Leistel | ctm
Weitere Informationen:
http://www.brgm.fr

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