Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Generation von U-Boot-Robotern zur tiefsten Stelle des Ozeans unterwegs

13.01.2004


Knapp 44 Jahre nachdem das erste U-Boot die tiefste Meeresstelle der Erde besucht hat, soll ein Roboter erneut in den Marianen-Graben besuchen, dessen tiefster Punkt 10.924 Meter unter der Wasseroberfläche liegt, berichtet BBC-Online. Das neue Gefährt heißt HROV (Hybrid Remotely Operated Vehicle) und wird vom gebaut und soll Licht ins Dunkel der Tiefsee bringen.


Hybrid Remotely Operated Vehicle



Menschen sind seit der bemannten U-Boot-Expedition von Jacques Piccard und Don Walsh 1960 nicht mehr in die Tiefen des Marianen-Grabens abgetaucht. 1995 schaffte das unbemannte japanische U-Boot Kaiko den Abstieg. Allerdings fehlen den Wissenschaftlern Bilder, Bodenproben und Untersee-Karten, die die Topographie des Grabens besser erklären können. Das neugeschaffene HROV soll in zwei verschiedenen Variationen die Tiefsee durchkämmen: einerseits als Remotely Operated Vehicle, verbunden mit Mikrokabeln, die den Kontakt zum Schiff halten und somit in Echtzeit gesteuert werden, andererseits als autonomes U-Boot, das auch unter der Eisdecke des Nordpols durchtauchen soll. Mit Hilfe von Batterien kann das HROV 36 Stunden lang mit Energie versorgt werden.

... mehr zu:
»HROV »Marianen-Graben »Roboter »U-Boot


Der Marianen-Graben ist für die Wissenschaft von größtem Interesse. Nicht nur die Fauna des Grabens ist den Forschern bis heute gänzlich unbekannt, sondern auch die geologischen Hintergründe. Der Graben ist einer der aktivsten Erdbebenzentren der Erde und birgt zahlreiche Rätsel in sich, wie Experten der US-Geophysical Union beim jüngsten Treffen in San Franzisko bekundet haben. "Die Menschen kennen die Marsoberfläche besser als den Grund des Meeres", sind sich die Ozeanographen einig. Immerhin sind 90 Prozent des Meeresbodens bisher unbekanntes Terrain.

"Tiefsee-Forschung ist wie die Erforschung des Alls", meint Chris German vom britischen Southampton Oceanography Centre (SOC). "Ebenso wie im All überstehen Roboter diese extremen Bedingungen besser als Menschen", meint der Forscher, der selbst sein Aufenthaltslimit in einem U-Boot mit acht Stunden angibt. Allerdings wären Roboter erst in den vergangenen Jahren tatsächlich in der Lage, den Anforderungen der Wissenschaft zu entsprechen. Bis HROV nämlich tatsächlich zum Grund des Meeres absteigt, wird es noch drei bis vier Jahre dauern.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.whoi.edu
http://www.soc.soton.ac.uk

Weitere Berichte zu: HROV Marianen-Graben Roboter U-Boot

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Weniger Sauerstoff in allen Meeren
16.02.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Wie viel Biomasse wächst in der Savanne?
16.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung