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Datenbank zu Qumran im Internet: Archäologisches Wissen auf Knopfdruck

06.10.2000


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Qumran ist sicherlich eines jener theologischen Themen, das immer wieder den Weg in die öffentliche Diskussion findet. Neben den berühmten in den Höhlen von Qumran gefundenen Bibelfragmenten und anderen Schriften,
wird seit einiger Zeit zur Siedlung selbst geforscht - und gestritten. In einer Internet-basierten Datenbank
www.ku-eichstaett.de/qumran hat jetzt der Eichstätter Wissenschaftsphilosoph und Qumran - Experte Dr. habil. Ferdinand Rohrhirsch die Daten aller zugänglichen archäologischen Fundstücke für Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit aufbereitet.

Sie erhalten durch Fotos unterschiedlicher Qumran - Forscher, durch Lagepläne und dreidimensionale Animationen einen lebendigen Eindruck der Ruine von Qumran und der einzelnen Fundstellen. Ausführlich und besonders für Nicht-Wissenschaftler erklärt Rohrhirsch, was es mit dem sagenumwobenen Qumran in der wissenschaftlichen Diskussion auf sich hat und welche Erkenntnisse im Moment als seriös betrachtet werden können. Zentraler Teil des Projektes "Chirbet Qumran im Netz" ist jedoch eine Datenbank, die Informationen über die archäologischen Funde, die in Chirbet Qumran und dem benachbarten En Feschcha gemacht wurden, enthält. Dabei handelt es sich vor allem um Münzen und Keramik. "Die Datenbank entstand aus der Idee, die jeweiligen Fundverhältnisse schnell und an unterschiedlichen Orten zur Hand zu haben", erläutert Rohrhirsch, Oberassistent am Lehrstuhl für Praktische Philosophie und Geschichte der Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt (KUE).

Hinzu kommt, dass Rohrhirsch mit Hilfe des Internets erreichen wollte, dass Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit die selben Daten ohne aufwändige Literaturrecherche zur Verfügung haben. "Die publizierten Deutungen zu Qumran können somit hinsichtlich ihrer Absicherung durch archäologische Funde jederzeit einfach überprüft werden", betont Rohrhirsch, dem an einer sachlichen Diskussion zu Qumran besonders gelegen ist. Deshalb legte Rohrhirsch Wert auf eine mehrfache Absicherung der in der Datenbank enthaltenen Daten. Gegenwärtig wird an einer englischen Übersetzung des Datenbestandes gearbeitet, eine italienische Version ist geplant. Die Daten neuer Funde will Rohrhirsch künftig schnellstmöglich über sein System verfügbar machen.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. Thomas Pleil | idw

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