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Blick unter die Erdoberfläche

02.09.2003


Der bislang größte Satz von Tellurikdaten in Europa wurde vom Geophysikalischen Labor der Universität von Thessaloniki gesammelt. Der Datensatz deckt eine Region von 100km im Bezirk Epirus ab und dient als Rohdatensatz für Studien, die Aussagen über die Konsistenz des Untergrundes in dieser Region liefern sollen.



Die Tellurik ist ein erfolgversprechendes geophysikalisches Verfahren zur Analyse der Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit im Erdreich. Es basiert auf dem Umstand, dass natürliche Schwankungen des elektromagnetischen Feldes - etwa durch Sonnenstrahlung und Blitzentladungen - elektrische Ströme in den Untergrund induzieren. Aus Messungen des magnetischen und elektrischen Feldes an der Erdoberfläche lassen sich die Impedanzwerte des Erdreichs bestimmen. Diese Impedanzwerte können wertvolle Informationen über die Zusammensetzung des Untergrundes liefern.



Im Rahmen des Projekts CEHEG setzte das Geophysikalische Labor der Universität von Thessaloniki das Tellurik-Verfahren zur Unterduchung der Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit der Erde in der Region Epirus (Nordwest-Griechenland) ein. Für das Projekt wurde ein Tellurik-Datensatz gesammelt. Der Datensatz besteht aus zwei Arten von Daten, und zwar aus der Zeitreihe der elektrischen und magnetischen Felder, die an 99 Punkten registriert wurden, sowie aus den Übertragungsfunktionen, die die Abhängigkeit der beiden Feldtypen voneinander an jedem einzelnen Messpunkt beschreiben.

Diese Daten decken eine Fläche von rund 100 Quadratkilometern ab und stellen den größten Tellurik-Datensatz dar, der je in Europa aufgenommen wurde. Dieser Datensatz wurde bereits innerhalb des Projekts zur Erprobung von zwei- und dreidimensionalen Modellen sowie zur Aufstellung eines dreidimensionalen geophysikalischen (geoelektrischen) Modells der Region verwendet. Der Datensatz wird von der Erdöl-Fördergesellschaft ENTOIL genutzt, die ebenfalls dem Konsortium angehörte.

Er wird jedoch in Kürze auch für andere kommerzielle Zwecke oder Forschungsaktivitiäten zur Verfügung stehen, beispielsweise für geotektonische Analysen und die weitere Beurteilung des Gefährdungspotenzials in der Region.

Kontakt:

TSOKAS, Gregory

Geophysical Lab. - Aristotele University of Thessaloniki
Professor
School of Geology
54124
Thessaloniki
GREECE
Tel: +30-2310-998507
Fax: +30-2310-998528
Email: gtsokas@geo.auth.gr

| ctm
Weitere Informationen:
http://lemnos.geo.auth.gr/index_en.html
http://dbs.cordis.lu/fep-cgi/srchidadb?ACTION=D&SESSION=&DOC=1&RCN=EN_RCN:1182&CALLER=OFFR_TM_DE&TBL=DE_OFFR

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