Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geoforschung begeistert Öffentlichkeit

20.08.2002


"Jahr der Geowissenschaften 2002" verspricht erfolgreichstes Wissenschaftsjahr zu werden

Mit bislang rund 175.000 Besucherinnen und Besuchern verspricht das "Jahr der Geowissenschaften 2002" zum erfolgreichsten Wissenschaftsjahr zu werden. "An der ständig wachsenden Resonanz wird deutlich, dass sich die Idee der Wissenschaftsjahre in der Öffentlichkeit immer stärker verbreitet", stellt Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn als Bilanz zur Hälfte des Jahres fest.

"Selten sind wir der Forschung so nahe gekommen wie in diesen Tagen", schrieben Zehntklässler einer Beelitzer Schule nach dem Besuch von "system erde", der Auftaktveranstaltung zum "Jahr der Geowissenschaften 2002" in Berlin. Die Schüler luden anschließend einen Geoforscher ins Klassenzimmer ein und statteten dann dem Geoschiff auf der Havel einen Besuch ab. Ihr Fazit: "’Wissenschaft zum Erleben’ würden wir uns immer wünschen."

Im vergangenen "Jahr der Lebenswissenschaften 2001" kamen zu den Zentralveranstaltungen 80.000 Besucher - genau so viele wie allein zur diesjährigen dritten Zentralveranstaltung "feuer" auf dem Kölner Neumarkt. Diese positive Resonanz freut Bundesforschungsministerin Bulmahn: "Die Geowissenschaften, die sich ja unter anderem auch mit Fragen der Klimaentwicklung oder der Zukunft unserer Rohstoffversorgung auseinander setzen, stoßen offensichtlich auf großes Interesse in der Bevölkerung, insbesondere, wenn es um Fragen der Nachhaltigkeit geht."

Als Nächstes laden Geoforscherinnen und Geoforscher zur vierten und letzten Zentralveranstaltung vom 22. bis 28. August 2002 nach Bremen ein - dem diesjährigen Wissenschaftssommer mit dem Thema "wasser". Geboten wird eine abenteuerliche Reise: von den Wolken über das Polareis bis auf den Meeresgrund.

Begleitend zum Wissenschaftsjahr hat das BMBF auch einen Schülerwettbewerb initiiert. Die Resonanz war sehr erfreulich: Teilgenommen haben fast 400 Arbeitsgruppen und einzelne Schülerinnen und Schüler, zum Teil auch aus dem Ausland. Sie lieferten fundierte und phantasievolle Beiträge, von der Multimedia-Präsentation bis zum Theaterstück. Bundesforschungsministerin Bulmahn wird die Preise persönlich am 22.08.2002 auf dem Wissenschaftssommer in Bremen verleihen (18 Uhr, Foyer der Glocke, Domsheide 4/5 in Bremen).

Das gesamte Wissenschaftsjahr wird zudem begleitet von bundesweit zwölf Groß- und über 1400 regionalen Veranstaltungen, ausgerichtet von Universitäten, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Museen. Darüber hinaus führte das Geo-Puppentheater mit Mammut Helmut und Eisbärin Ursl in 400 Auftritten Kinder auf eine Zeitreise in die Erdgeschichte. Über 16.000 Besucher, darunter nahezu 600 Schulklassen nahmen bisher an dieser Reise teil. Rund 2,9 Millionen Besucher statteten der Internetseite www.planeterde.de bisher einen Besuch ab - das sind im Schnitt am Tag 11.000 pro Tag.

Die schwimmende Ausstellung "Geoschiff", die bereits einen großen Teil ihrer Tour durch insgesamt 63 Städte absolviert hat, war mit bislang rund 80.000 Besuchern - darunter zahlreichen Schülerinnen und Schülern - ein großer Erfolg. An Bord des Binnenschiffes beantworten Geowissenschaftler auf 600 Quadratmetern Fragen zum Wechselspiel zwischen Ozeanen und Klimageschehen, Rohstoffen am Meeresgrund und dem Einsatz von Unterwasserroboter bei der Meeresforschung.

2002 ist das "Jahr der Geowissenschaften". Ziel ist es, die geowissenschaftliche Forschung transparenter zu machen und einen lebendigen Dialog zwischen den Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit anzuregen und zu fördern. Das "Jahr der Geowissenschaften" geht auf die Initiative "Wissenschaft im Dialog" zurück, die von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn, dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und den großen Forschungsorganisationen 1999 ins Leben gerufen wurde.

Lutz Peschke | idw
Weitere Informationen:
http://www.planeterde.de/

Weitere Berichte zu: Bulmahn Geowissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Nährstoffhaushalt einer neuentdeckten “Todeszone” im Indischen Ozean auf der Kippe
06.12.2016 | Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie

nachricht Wichtiger Prozess für Wolkenbildung aus Gasen entschlüsselt
05.12.2016 | Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie