Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ab in den Süden: Zeppelin NT auf dem Weg nach Italien

14.06.2012
Seit heute Mittag fliegt der Zeppelin NT im Auftrag der Jülicher Klimaforscher Richtung Adriaküste.

Dort wird er einen knappen Monat von Ozzano (bei Bologna, Italien) aus Messungen zur Luftqualität im Mittelmeerraum durchführen. Nach erfolgreicher erster Mission in den Niederlanden ist dies die zweite Kampagne im Rahmen des EU-Großforschungsprojekts PEGASOS. Im Frühjahr 2013 folgen weitere Messungen im Norden Europas.



Der Zeppelin NT hat den Hangar in Friedrichshafen verlassen: Seine Route wird ihn östlich um die Alpen über Österreich und Slowenien nach Italien führen. In Wels (Österreich) wird der erste Stopp über Nacht sein, ein zweiter Übernachtungs-Stopp ist in Graz (Österreich) geplant.

Die genaue Route steht im Internet unter
http://eu-pegasos.blogspot.de/2012_03_01_archive.html
Auf diesen Seiten gibt es auch die Möglichkeit den Flug des Zeppelins im Internet direkt zu verfolgen:

http://zeppelin.icg.fz-juelich.de/zeppelinlocation/

Drei verschiedene Sets von Messgeräten verwenden die Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Thomas Mentel und Dr. Franz Rohrer (beide Forschungszentrum Jülich) für ihre Untersuchungen. Bei dem Flug nach Italien wird der Zeppelin NT mit den Geräten bestückt sein, die insbesondere Daten zu photochemischen Prozessen in der planetarischen Grenzschicht sammeln. Das ist die chemisch sehr aktive Luftschicht in einer Höhe von 100 bis 2000 Metern. Die Messreihen werden die Daten vom Flug in die Niederlande ergänzen.

In Italien werden dann alle drei Sets zum Einsatz kommen. Die Forscher werden damit zum einen Schwebeteilchen in der Luft messen, zum anderen das "Waschmittel" der Atmosphäre, das chemische Hydroxylradikal (OH-Radikal).

Daten zu deren Entstehung und ihrer Mitwirkung im Klimageschehen sollen unter anderem Aufschluss über die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre geben.

In Italien werden die Zeppelinflüge durch Messungen von PEGASOS-Projektpartnern ergänzt: Forscher um Dr. Maria Cristina Facchini vom "Institute of Atmospheric Sciences and Climate" (ISAC) des Italian National Research Council (CNR) zeichnen parallel zu den Flugdaten an Bodenstationen in der Po-Ebene Daten zur Zusammensetzung der Atmosphäre auf.

In dem EU-Großforschungsprojekts "PEGASOS" erforschen insgesamt 26 Partner aus 14 europäischen Staaten sowie Israel Zusammenhänge zwischen Atmosphärenchemie und Klimawandel. Ihr Ziel ist es, Grundlagen für Gesetze und Maßnahmen für Klima und Luftqualität der kommenden 50 Jahre zu schaffen.

Die Messkampagnen mit dem Zeppelin NT liefern den Hauptteil der experimentellen Daten aus einer bislang nur sehr wenig untersuchten Schicht der Atmosphäre.

Bilder:
http://www.fz-juelich.de/portal/DE/Presse/Mediathek/atmosphaerenforschung/_n
ode.html
Weitere Informationen:
Blog zur Zeppelin-Kampagne (englisch):
http://eu-PEGASOS.blogspot.de/
Detaillierte Flugroute für die Kampagne 2012 (Ansicht in Google Earth):
http://eu-PEGASOS.blogspot.de/2012/03/planned-transfer-routes-for-west.html
Zeppelin live tracking:
http://zeppelin.icg.fz-juelich.de/zeppelinlocation/
Jülicher Klimaforschung mit dem Zeppelin NT:
http://www.fz-juelich.de/portal/DE/Forschung/EnergieUmwelt/KlimaBiooekonomie
/Klimaforschung/Zeppelin/_node.html
Forschungszentrum Jülich, Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8):

http://www.fz-juelich.de/iek/iek-8/DE/Home/home_node.html

Projekt PEGASOS (englisch):
http://PEGASOS.iceht.forth.gr/
Institute of Atmospheric Sciences and Climate (ISAC) of the Italian National Research Council (CNR) (englisch):

www.isac.cnr.it

Zeppelin NT:
http://www.zeppelinflug.de/startseite.html
Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde:
http://www.zukunftsprojekt-erde.de/startseite.html
Informationen zum 7. Forschungsrahmenprogramm der EU:
http://cordis.europa.eu/fp7/home_en.html
Informationen zur Europäischen Kommission, Forschung & Innovation,
Umweltforschung:
http://ec.europa.eu/research/environment/index_en.cfm?
Ansprechpartner:
Prof. Andreas Wahner
Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8)
Tel: 02461 61-5932
E-mail: a.wahner@fz-juelich.de
PD Dr. Astrid Kiendler-Scharr
Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8)
Tel: 02461 61-4185
E-mail: a.kiendler-scharr@fz-juelich.de
PD Dr. Thomas Mentel
Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8)
Tel: 02461 61-6921
E-mail: t.mentel@fz-juelich.de
Pressekontakt:
Dr. Barbara Schunk, Tel. 02461 61-8031, b.schunk@fz-juelich.de Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de
Das Forschungszentrum Jülich...
... betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung, stellt sich drängenden Fragen der Gegenwart und entwickelt gleichzeitig Schlüsseltechnologien für morgen. Hierbei konzentriert sich die Forschung auf die Bereiche Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Einzigartige Expertise und Infrastruktur in der Physik, den Materialwissenschaften, der Nanotechnologie und im Supercomputing prägen die Zusammenarbeit der Forscherinnen und Forscher. Mit rund 4 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den großen Forschungszentren Europas.

Dr. Barbara Schunk | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde
23.01.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Neues Forschungsspecial zu Meeren, Ozeanen und Gewässern
18.01.2017 | Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie