Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwölf ETH-Professorinnen und -Professoren erhalten einen prestigeträchtigen ERC Advanced Grant

30.01.2013
Erfolg im Dutzend
So fliessen rund 33 Mio. Schweizer Franken aus der europäischen Forschungsförderung an die ETH Zürich. Die ETH Zürich belegt damit zusammen mit der University of Oxford den Spitzenplatz – keine Hochschule bekam bisher mehr ERC Advanced Grants.

Eine Simulation, die zeigen soll, wie soziale Verhaltensmuster entstehen, neue Proteinkapseln, die einfach Medikamente transportieren können, Elektronen-Transferprozesse in neuen Dimensionen oder die Erforschung der mikrobiellen Vielfalt im Boden – die Liste der ETH-Projekte, die vom Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert werden, ist lang und abwechslungsreich.

Gleich zwölf ETH-Forscherinnen und -Forscher erhalten einen ERC Advanced Grant und damit in den nächsten fünf Jahren bis zu 2,5 Mio. Euro für ihre Projekte. Noch nie waren so viele Professorinnen und Professoren der ETH Zürich beim Einwerben von Advanced Grants so erfolgreich wie 2012.

Mit dem Advanced Grant unterstützt der ERC ausschliesslich Projekte von etablierten Spitzenforschenden, er gilt deshalb auch als besondere Auszeichnung. Bei der Ausschreibung von 2012 verteilt der ERC insgesamt 680 Mio. Euro an 302 Wissenschaftler in 24 verschiedenen Ländern.

Aussergewöhnliche Erfolgsrate

Da die Fördersumme von 2,5 – resp. in Ausnahmefällen 3,5 – Mio. Euro pro Projekt sehr hoch ist, sind die ERC Advanced Grants in der Forschungsgemeinde begehrt. 2012 wurden 2300 Projekte von Forschenden in ganz Europa eingereicht. Um einen der Grants zu erhalten, muss ein Projekt aber hohe Anforderungen erfüllen. Es muss innovativ und zukunftsweisend sein und dabei schon auf der Forschungsaktivität einer Gruppe basieren. Deshalb erhalten nur rund 13% aller eingereichten Projekte am Schluss den Zuschlag.

Die Schweiz sticht mit einer Erfolgsrate von durchschnittlich 23% deutlich hervor und ist eines der erfolgreichsten Länder im Wettbewerb um die Forschungsgelder. Bei den eingereichten Projekten der ETH Zürich wurden in den letzten fünf Jahren sogar 37% vom Europäischen Forschungsrat gefördert.

Die letzte Ausschreibung von 2012 schlug aber alle Erwartungen: 46% – also fast jedes zweite – der von der ETH Zürich eingereichten Projekte wurden auch ausgezeichnet. Professor Roland Siegwart, Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen, erklärt: «Die grosse Erfolgsrate unterstreicht die aus-serordentliche Qualität unserer Forschenden. Wir motivieren und unterstützen unsere Professorinnen und Professoren bei der Einreichung, ohne zu drängen.»

110 Mio. Schweizer Franken und Spitzenplatz in Europa

Ende 2012 wurden die ERC Advanced Grants zum fünften Mal vergeben und die ETH Zürich kann auf fünf sehr ergiebige Jahre zurückblicken. Alleine mit den ERC Advanced Grants erhielten die ETH-Forschenden rund 114 Mio. Schweizer Franken für ihre Forschungsprojekte. Hinzu kommen noch rund 46 Mio. Schweizer Franken aus den ERC Starting Grants. Mit insgesamt 41 ERC Advanced Grants nimmt die ETH Zürich zusammen mit der University of Cambridge (40 ERC Advanced Grants) und der University of Oxford (41 ERC Advanced Grants) einen Spitzenplatz unter den europäischen Hochschulen ein.

Claudia Naegeli | idw
Weitere Informationen:
http://www.ethz.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise