Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zweite Förderphase: Forschungsprogramm über Klimafolgen in Niedersachsen

20.01.2012
Land bewilligt weitere fünf Millionen Euro für KLIFF-Verbund an der Universität Göttingen

Welche Folgen hat der Klimawandel für Niedersachsen? Dieser Frage gehen in einem groß angelegten Projekt zur Klimafolgenforschung insgesamt 19 Universitäten und Forschungseinrichtungen nach.

Der Forschungsverbund „Klimafolgenforschung in Niedersachsen (KLIFF)“ wird koordiniert von der Universität Göttingen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert das Projekt seit 2009. Nun wurde nach einer erfolgreichen Zwischenbegutachtung eine weitere zweijährige Förderphase mit einem Volumen von insgesamt fünf Millionen Euro bewilligt. Insgesamt besteht KLIFF aus sieben themenbezogenen Forschungsverbünden, die sich auf die Bereiche Klima, Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und Tourismus, Wasserwirtschaft, Küstenschutz und Raumplanung konzentrieren.

Die Gutachter der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen bescheinigen KLIFF ein hohes Potenzial für die Entwicklung tragfähiger Anpassungsstrategien an den Klimawandel – und das weit über Niedersachsen hinaus. Erste Ergebnisse im Bereich der Milchviehhaltung zeigen beispielsweise verschiedene Möglichkeiten auf, trotz des Klimawandels und steigender Temperaturen Ertragseinbußen zu minimieren. Im Bereich der Forstwirtschaft zeigten sich erhebliche Unterschiede im Aufbau und Wachstum von Buchenbeständen entlang eines Klimagradienten, was Folgen für die forstliche Planungspraxis hat. Und im Küstenschutz konnten die Wissenschaftler anhand von Computersimulationen zeigen, dass die Schutzfunktion der Deiche an den niedersächsischen Küsten in den kommenden 50 Jahren ausreichend ist.

In der zweiten Förderphase stehen die Zusammenführung der Ergebnisse aus den einzelnen Forschungsbereichen sowie die Analyse der Besonderheiten der niedersächsischen Regionen im Zuge des Klimawandels im Vordergrund. Aus diesen wissenschaftlichen Ergebnissen werden dann Handlungsempfehlungen und Anpassungsstrategien entwickelt und beispielsweise an Landwirte, Forstwirte, Wasserbauingenieure oder Städteplaner weitergegeben. Die Handlungsempfehlungen werden in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Akteuren und mit Blick auf deren Bedürfnisse entwickelt, um die praktische Relevanz der Vorschläge sicherzustellen. Die Ergebnisse des KLIFF-Programms fließen direkt in die Niedersächsische Anpassungsstrategie an den Klimawandel ein. Die Koordination von KLIFF liegt bei der Sektion Waldökosystemforschung des Zentrums für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung der Universität Göttingen.
Kontaktadresse:
Dr. Stella Aspelmeier
Georg-August-Universität Göttingen
Zentrum für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung
Sektion Waldökosystemforschung
Büsgenweg 2, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-3501, Fax (0551) 39-9762
E-Mail: kliff@gwdg.de

Beate Hentschel | idw
Weitere Informationen:
http://www.kliff-niedersachsen.de/
http://www.gwdg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Diagnostik der Zukunft - Europäisches Projekt zur Erforschung seltener Krankheiten startet
16.01.2018 | Universitätsklinikum Tübingen

nachricht Wenn Computer lernen: Zentrum für maschinelles Lernen gegründet
15.01.2018 | Hochschule Heilbronn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Im Focus: Wie Metallstrukturen effektiv helfen, Knochen zu heilen

Forscher schaffen neue Generation von Knochenimplantaten

Wissenschaftler am Julius Wolff Institut, dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien und dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

Fachtagung analytica conference 2018

15.01.2018 | Veranstaltungen

Tagung „Elektronikkühlung - Wärmemanagement“ vom 06. - 07.03.2018 in Essen

11.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal mit neuem Onlineauftritt - Lösungskompetenz für alle IT-Szenarien

16.01.2018 | Unternehmensmeldung

Die „dunkle“ Seite der Spin-Physik

16.01.2018 | Physik Astronomie

Wetteranomalien verstärken Meereisschwund

16.01.2018 | Geowissenschaften