Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwei Studententeams bekommen 100.000 Euro für Top-Geschäftsidee

04.11.2010
Startkapital und Sachunterstützung im Wert von insgesamt gut 100.000 Euro haben zwei Studententeams des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (HPI) gewonnen.

Damit sollen die Sieger eines erstmals ausgetragenen Businessplan-Wettbewerbs jeweils ein eigenes Unternehmen gründen können. Philipp Dobrigkeit (Bensheim) und Stefan Kleff (Iserlohn) siegten mit ihrer Geschäftsidee einer Internet-Dienstleistung für erleichtertes Sportvereins-Management, Steven Reinisch (Bad Langensalza) und sein vierköpfiges Team mit einer neuartigen Gastronomie-Lösung, welche Abläufe für Gäste und Betreiber bequemer macht.

Den Wettbewerb richtet das privat finanzierte Uni-Institut seit diesem Jahr zusammen mit dem Wagniskapitalfonds Hasso Plattner Ventures (HPV) aus. Zwei weitere Studententeams des HPI waren mit vielversprechenden Ideen ebenfalls ins Finale gelangt: Drei Studierende aus Potsdam und Berlin wollen mit einer Lösung für die Wissensvernetzung in Unternehmen und zwei Kommilitonen aus Köln und Bad Arolsen mit schneller Personensuche im Internet unternehmerisch tätig werden.

Insgesamt hatten 24 Teams von Studierenden und Doktoranden im zurückliegenden Sommersemester an dem erstmals veranstalteten Businessplan-Wettbewerb von HPI und HPV teilgenommen. Der Wettbewerb um die kreativste und erfolgversprechendste Geschäftsidee soll mehr Studenten dazu bringen, sich für eine Karriere als Unternehmer zu interessieren. Die Wettbewerbsjury setzt sich aus Stifter Hasso Plattner und den Geschäftsführern des Hasso-Plattner-Instituts und des Wagniskapitalfonds Hasso Plattner Ventures (HPV) zusammen.

In dem Preisgeld enthalten sind zum Beispiel Gründerstipendien des HPI für die Zeit nach Abschluss des Studiums sowie Startkapital und Unterstützung durch Geschäftsräume und Coaching. Diese stellt der Wagniskapitalfonds HPV den siegreichen studentischen Jungunternehmern in spe bereit. Alle Maßnahmen haben eine Laufzeit von einem Jahr. Am Hasso-Plattner-Institut rundet der Businessplan-Wettbewerb das neu strukturierte Ausbildungsangebot im Bereich IT-Entrepreneurship ab.

Der neue Lehrplan, an dessen Ende der Businessplan-Wettbewerb steht, erstreckt sich über zwei Semester und startet jeweils im Herbst. Die Vorlesung, die von HPV-Partner Dr. Rouven Westphal gehalten wird, beginnt mit dem Entwurf von Geschäftsmodellen und den Einsatz von Kreativitätstechniken zu deren Gestaltung. Bei letzterem steht die Innovationskultur des „Design Thinking“ im Vordergrund. Dieses erfinderische Entwickeln wird an der HPI School of Design Thinking gelehrt, Europas erster Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild des Hasso Plattner Institute of Design, der „d.school“ an der Stanford University.

Echte Fallstudien und Gastbeiträge von Fachleuten zur Umsetzung von Ideen in Produkte, zum Schutz des geistigen Eigentums und zu den Erfolgsgeheimnissen guter Teams runden den ersten Teil der Vorlesung ab. Im folgenden Sommer schließen sich Angebote zu den Themen Markteintritts-Strategien und Finanzierung an. Insgesamt werden damit alle Bereiche eines Geschäftskonzeptes praxisnah erklärt und durch praktische Beispiele vertieft. Ein weiterer Schwerpunkt ist auch das Präsentieren von Businessplänen vor möglichen Investoren: In zwei Feedback-Runden nach jedem entscheidenden Abschnitt bekommt das studentische Team ein Einzelcoaching.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut
Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 480 Studenten genutzt wird. Insgesamt gut ein Dutzend Professoren und über 50 weitere Lehrende sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Mehr Informationen unter http://www.hpi.uni-potsdam.de.
Kurzprofil Hasso-Plattner-Ventures
Hasso Plattner Ventures wurde 2005 in Potsdam gegründet. Die Gesellschaft geht Minderheitsbeteiligungen an Start-up-Unternehmen ein und unterstützt sie beim Eintritt in internationale Märkte. Mit einem Fondsvolumen von insgesamt 150 Mio. Euro liegt der Fokus der Investitionen auf den Bereichen IT und Cleantech. Investoren sind - neben Hasso Plattner, der den Löwenanteil trägt - die Investitionsbank des Landes Brandenburg ILB, CMEA Capital in Kalifornien sowie die Unternehmer Shai Agassi und Arnon Katz. Die Portfoliounternehmen profitieren nicht nur von der finanziellen Unterstützung, sondern auch vom Knowhow und hochqualifizierten internen und externen Beratern. Derzeit umfasst das Portfolio 19 Firmen. Mehr Informationen unter http://www.hp-ventures.com .

Katrin Augustin | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de
http://www.hp-ventures.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise