Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwei Millionen Euro für dermatologische Forschung in Osnabrück und Göttingen

05.09.2012
Das Forschungsvorhaben OCCUDERM, das von Osnabrücker und Göttinger Dermatologen durchgeführt wird, erhält aus dem VW-Vorabprogramm zwei Millionen Euro.
Gegenstand ist die Erforschung einer Vielzahl von Einflussfaktoren auf Hauterkrankungen am Arbeitsplatz. Das Forschungsvorhaben ist das Initialprojekt für die Einrichtung des Niedersächsischen Instituts für Berufsdermatologie (NIB), das am Montag, 12. November, in Osnabrück von Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka offiziell eröffnet wird.

Hauterkrankungen gehören zu den häufigsten berufsbedingten Gesundheitsgefahren in Europa. Bei den bis 25-Jährigen machen sie sogar 90 Prozent aller Erkrankungen am Arbeitsplatz aus. »Die Erkenntnisse aus dem Forschungsvorhaben werden wesentlich dazu beitragen, langfristig persönliches Leid der betroffenen Beschäftigten und damit aber auch Arbeitsausfall in den Unternehmen durch Hauterkrankungen und Allergien zu senken«, so apl. Prof. Dr. Swen Malte John, Leiter des Fachgebietes Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie an der Universität Osnabrück und gleichzeitig Sprecher des Projektes.
Auch zielt das Projekt darauf ab, die Versorgung der Betroffenen und die Beratung von Berufsanfängern zu verbessern. Zu den Projektnehmern gehört das Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, die renommierte Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen und der Informationsverbund dermatologischer Kliniken (IVDK) an der Universität Göttingen.

Im Zentrum des Vorhabens steht eine Studie mit Auszubildenden in Metallberufen, die parallel in Osnabrück und Göttingen durchgeführt und ausgewertet wird. Auch die Effekte gesundheitspädagogischer Interventionen werden analysiert, so der Osnabrücker Dermatologe. Speziell gehe es um die Fragestellung, ob bei Menschen mit besonderer Hautempfindlichkeit durch eine spezifische Gesundheitsförderung das Entstehen von beruflichen Hauterkrankungen und Allergien vollständig vermieden werden kann. Ziel ist ein optimaler Haut- und Arbeitsschutz. Heute ist etwa ein Fünftel der jungen Menschen besonders hautempfindlich, der Anteil wächst weiter.

»Eine derart breite interdisziplinäre Bearbeitung dieser sozialpolitisch drängenden und wissenschaftlich aktuellen Thematik ist nur möglich durch den Zusammenschluss mehrerer hochspezialisierter Institutionen«, so der Osnabrücker Forschungsleiter. »Die Gründung des Niedersächsischen Instituts für Berufsdermatologie (NIB) wird dazu ein ganz wichtiger Baustein sein. Es ist die weltweit größte derartige Institution zur Erforschung von Hauterkrankungen am Arbeitsplatz.«

Weitere Informationen:
Apl. Prof. Dr. med. Swen M. John, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie
Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück (iDerm)
Sedanstraße 115, D-49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 2502, Fax +49 541 969 2445
E-Mail: johnderm@uni-osnabrueck.de

Dr. Utz Lederbogen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-osnabrueck.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht Sensible Daten besser analysieren
16.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung