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Zum dritten Mal in Folge wird ein Forscher des MPI CEC mit Otto Hahn-Medaille ausgezeichnet

22.06.2015

Dr. Vera Krewald, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion, erhielt am 17. Juni im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in Berlin die Otto Hahn-Medaille für ihre herausragende Doktorarbeit auf dem Gebiet der theoretischen Chemie, die neue Einblicke in die strukturelle Grundlage der Wasseroxidation in der Photosynthese ermöglichte.

Dr. Vera Krewald wurde am 17. Juni im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in Berlin mit der Otto Hahn-Medaille ausgezeichnet. Diese besondere Auszeichnung bekam die junge Wissenschaftlerin für ihre herausragende Doktorarbeit auf dem Gebiet der theoretischen Chemie, die neue Einblicke in die strukturelle Grundlage der Wasseroxidation in der Photosynthese ermöglichte.


Dr. Vera Krewald promovierte am MPI CEC in der Abteilung von Prof. Frank Neese.

© MPI CEC

Dr. Krewald, die nach ihrem Diplomstudium an der Universität Bonn als Doktorandin ans Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) kam und in der Abteilung von Prof. Frank Neese für ihre Doktorarbeit forschte, ermöglicht mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit neue Einblicke in die strukturelle Grundlage der Wasseroxidation in der Photosynthese.

Die Oxidation von Wasser ist ein Kernbestandteil der Photosynthese, des einzigen natürlichen Prozesses, der Sonnenlicht in chemische Energie umwandelt. Dr. Krewald beantwortete in ihrer Arbeit seit langem offene Fragen zur Elektronenstruktur des Katalysators, der diese Reaktion ermöglicht, womit ein weiterer Schritt zum Verständnis des molekularen Mechanismus der Spaltung von Wasser in Pflanzen, Algen und Cyanobakterien vollzogen wurde. Dieser Erfolg wurde durch die Berechnung unterschiedlichster spektroskopischer Parameter für verschiede-ne strukturelle Modelle des wasserspaltenden Katalysators und den direkten Vergleich mit ex-perimentellen Daten ermöglicht.

Seit 1978 zeichnet die Max-Planck-Gesellschaft jedes Jahr junge Wissenschaftler für herausra-gende und exzellente wissenschaftliche Leistungen, die sie in ihrer Promotion erbracht haben, mit der Otto-Hahn-Medaille aus. Die Auszeichnung würdigt somit Leistungen aus der ersten Schaffensperiode junger Forscher. Durch die Medaille, die mit 7.500 Euro dotiert ist, sollen be-sonders begabte Nachwuchswissenschaftler zu einer späteren Hochschul- oder Forscherkarrie-re motiviert werden. Seit 1978 wurden bereits über 850 Wissenschaftler mit der Otto-Hahn-Medaille ausgezeichnet. Die Medaille ist nach dem Kernchemiker und Nobelpreisträger Otto Hahn benannt, der von 1948 bis 1960 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft war.

Mit Dr. Vera Krewald wurde bereits zum dritten Mal in Folge ein Forscher des MPI CEC mit der Otto Hahn-Medaille ausgezeichnet. In den vergangenen Jahren erhielten bereits Dr. Michael Römelt und Dr. Christoph Riplinger den Preis. „Wir sind stolz auf die herausragenden Leistun-gen unserer Doktoranden und freuen uns, dass die Max-Planck-Gesellschaft diese würdigt“, sagt Prof. Dr. Frank Neese, Direktor am MPI CEC, „Dr. Vera Krewald ist eine exzellente Nach-wuchswissenschaftlerin, die eine solche Auszeichnung verdient hat.“

Weitere Informationen:

http://www.cec.mpg.de/mitarbeiter/auszeichnungen.html
http://www.mpg.de/213094/Otto-Hahn-Medaille

Esther Schlamann | Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion

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