Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die zehn Gewinner des MOOC-Wettbewerbs von Stifterverband und iversity stehen fest

10.06.2013
Stifterverband und iversity fördern mit 250.000 Euro die Umsetzung von zehn Kurskonzepten für Online-Lehrveranstaltungen.

Eine zehnköpfige Jury hat die zehn besten Konzepte im Wettbewerb "MOOC Production Fellowship - Lehren und Lernen im Web" (www.moocfellowship.org) gekürt. Das Ziel des Wettbewerbs: Ein Angebot von Massive Online Open Courses (MOOCs), frei zugängliche Onlinekurse mit einer unbegrenzten Anzahl von Teilnehmern, zu schaffen.

Die Gewinner aus den verschiedensten Disziplinen, von Geisteswissenschaften über MINT-Fächer bis hin zur Medizin, und von Hochschulen aus ganz Europa, erhalten je 25.000 Euro Fördergeld sowie individuelle Beratung von iversity bei der Umsetzung ihrer Kurskonzepte. Die ersten MOOCs werden bereits im Herbst 2013 anlaufen.

Mehr als 250 Konzepte aus 20 Ländern wurden zum Wettbewerb eingereicht. Die Auswahl erfolgte zweistufig: Eine Online-Abstimmung mit mehr als 100.000 abgegebenen Stimmen gab eine erste Orientierung zur potentiellen Reichweite der Kursideen. Die Jury mit Vertretern von Hochschulen, aus der Wissenschaft und der Politik wählte im zweiten Schritt die Fellows aus. Sie werden am 20. Juni öffentlich in Berlin ausgezeichnet.

Die Gewinner in der Übersicht:

- "Changeprojekte planen – Nachhaltige Entwicklung durch Social Entrepreneurship" (Universität Kiel)
- "Design 101" (Abadir Fine Arts Academy, Catania)
- "DNA - From Structure to Therapy" (Jacobs University Bremen)
- "Europe in the World: Law and Policy Aspects of the EU in Global Governance" (Universität Passau, KU Leuven, European University Institute)
- "Faszination Kristalle und Symmetrie" (Universität Hamburg)
- "Internationales Agrarmanagement" (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf)
- "Mathematische Denk- und Arbeitsweisen in Geometrie und Arithmetik" (Pädagogische Hochschule Heidelberg)
- "Monte Carlo Methods in Finance" (Universidad Autónoma de Madrid)
- "Sectio Chirurgica – Anatomie interaktiv" (Universität Tübingen)
- "The Future of Storytelling" (Fachhochschule Potsdam)

"Die große Resonanz auf unseren Wettbewerb zeigt, dass die Digitalisierung der Hochschullehre konkrete Formen annimmt. Die Gewinner unseres Wettbewerbs spiegeln die Vielfalt der Bewerbungen wider. Die Themen haben ein großes Reichweitenpotential. Wichtig war für uns, dass konkrete Fähigkeiten vermittelt werden können und dass die Bewerber die neuen Möglichkeiten des Webs nutzen. Jetzt müssen sich die Hochschulen auch strategisch mit den Folgefragen beschäftigen", sagt Dr. Volker Meyer-Guckel, der stellvertretende Generalsekretär des Stifterverbandes und Vorsitzende der Jury.

"Wir sind begeistert von der Bandbreite der Themen und freuen uns sehr auf die Umsetzung dieser spannenden Konzepte in exzellente Online-Kurse. Ich glaube, wir haben gemeinsam mit dem Stifterverband und den über 250 Teilnehmern des Wettbewerbs erwiesen, dass Online-Lehre und MOOCs entscheidenden Einfluss auf die Zukunft der universitären Lehre auch diesseits des Atlantiks haben", sagt Marcus Riecke, CEO von iversity.
Über den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Der MOOC-Wettbewerb ist Teil der Bildungsinitiative des Stifterverbandes, die der Debatte um eine bessere Bildung in Deutschland mehr Richtung und Substanz geben soll. Dazu hat der Stifterverband erstmals zentrale Handlungsfelder identifiziert und quantitative Bildungsziele für den Hochschulbereich im Jahr 2020 formuliert. Er überprüft in einem jährlichen Monitoring, ob sich der Hochschulbildungssektor diesen Zielen annähert, und gibt Handlungsempfehlungen dazu ab. Er legt darüber hinaus eigene Förderprogramme auf, die zum Erreichen der Ziele beitragen sollen.

Über iversity

iversity entwickelt eine Open-Course-Plattform zur Durchführung von universitären Online-Lehrveranstaltungen. Mithilfe von iversity sind die besten Professoren in der Lage, tausende von Studierenden weltweit zu unterrichten. Zudem ermöglicht die MOOC-Plattform ein effizienteres und effektiveres Lernen. Durch den Einsatz multimedialer Lehrmaterialien, direktes Feedback zum Lernfortschritt durch Multiple-Choice-Fragen und zeitgemäße Nutzerforen, in denen die Studierenden sich austauschen können, entstehen innovative Lehrformate.
Pressekontakt:

Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Moritz Kralemann
Pressesprecher
Tel.: +49 (0)30 32 29 82-5 27
E-Mail: moritz.kralemann@stifterverband.de

iversity GmbH
Julia Bader
Leitung Public Relations
Tel.: +49 (0)33 3 86 04 80-20
E-Mail: j.bader@iversity.org

Moritz Kralemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.moocfellowship.org
http://www.iversity.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie