Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Wolt“ ist Deutschland-Gewinner des James Dyson Award 2011: Ökologischer Weinbau mit ausgeglichener Energiebilanz

08.09.2011
Die Jury des James Dyson Award wählt das Projekt „Wolt“ von Marko Müller, Designstudent an der Hochschule Darmstadt, zum Deutschland-Gewinner des internationalen James Dyson Award 2011

Marko Müller, Designstudent an der Hochschule Darmstadt, wurde mit seiner Windenergie-Anlage im Weinberg „Wolt“ zum Deutschland-Sieger des internationalen James Dyson Award gekürt. „Wolt“ erzeugt mittels schwingender Bänder Strom im Weinberg. An den Pfosten in den Weinberghängen montiert und vernetzt, kann damit das ganze Jahr über Windstrom geerntet werden. So wird Weinbau mit ausgeglichener Energiebilanz möglich.

Die Experten-Jury, bestehend aus Professor Susanne Lengyel, Präsidentin des Verbands Deutscher Industrie Designer und Studiengangsleiterin Computervisualistik und Design, Hochschule Hamm-Lippstadt, Professor Peter Naumann, Professor für Industrie-Design an der Hochschule München, Professor Tom Philipps, Professor für Industrie-Design an der Hochschule Darmstadt und Dr.-Ing. Eberhard Döring, EuroMold/DEMAT GmbH, wählte den Entwurf von Marko Müller aus 61 Einreichungen aus Deutschland auf den ersten Platz.

Die Begründung der Jury: „Das Projekt entspricht dem aktuellen Zeitgeist. Die Erzeugung regenerativer Energien ist nach wie vor ein Bereich, in dem innovative Lösungen notwendig sind. „Wolt“ ist eine erfindungsreiche Technologie, die Windenergie in einem bislang nicht für diese Zwecke erschlossenen Einsatzgebiet nutzt, welches zudem noch großflächig zugänglich ist. Das Projekt setzt eine neue Technologie ein, die trotzdem schon sehr ausgereift ist.“

Marko Müller zur Wahl als Deutschland-Gewinner des James Dyson Award:

„Ich fühle mich über die Auszeichnung und Wertschätzung meiner Arbeit sehr geehrt. Mit meiner Arbeit wollte ich zeigen, dass die Möglichkeiten und Ansätze der alternativen Energiegewinnung bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Mit einfachen Mitteln können sich auch größere Systeme, wie in diesem Fall der Weinbau, autonom mit Energie versorgen und eine zentrale Energieversorgung weiter entlasten. Für mein Projekt sehe ich den James Dyson Award als spannende Plattform, da jungen Kreativen die Möglichkeit geboten wird, ihre Ideen für eine sich wandelnde Zukunft zu vermitteln und zu einem Umdenken beizutragen.“

Inspiriert wurde Marko Müller durch den noch jungen Zweig des Mikro Energie Harvesting, bei dem Energie aus der Umwelt bezogen wird, um damit kleine dezentrale Bauteile oder Geräte zu speisen. Im Gegensatz zu Megawatt-Windrädern oder Staudämmen, liefern Technologien, die diesem Ansatz folgen, im Mikrobereich Energie, um für den individuellen Bedarf Strom zu erzeugen. Auf die Idee, die Technologie im Weinberg umzusetzen, kam er bei einer Wanderung durch die Weinlandschaften in seiner Heimat an der Mosel.

Neben „Wolt“ ziehen folgende Projekte in die nächste Runde des James Dyson Award 2011 ein:

• You’d better drink tea - eine Kombination aus Teebeutel, dessen Verpackung und des Umrührers.
• Backlift: Rettungstrage - eine innovative, flexible Transporthilfe für den bodengebundenen Rettungsdienst.
• R2B2 Küchengerät mit alternativem Antriebskonzept - ein Projekt zur Reduzierung der privaten Elektroschrottproduktion.
• SRD Sea Rescue Device – ein System zur automatisierten Seenotrettung.
• Contour Crafting – ein Gebäudedrucker der mittels Blitzbeton die Konturen eines Gebäuderohbaus druckt und so binnen weniger Wochen ganze Siedlungen herstellen kann.
• Save food – ein System zur Verwertung von Lebensmittelrestposten.
• x-wash - die erste automatisierte Reinigungs- und Dekontaminationsanlage für Menschen weltweit.

• Mirrormaid - ein Scheibenwischer für den Badspiegel.

Der James Dyson Award ist ein internationaler Designpreis, der die nächste Generation von Designern und Ingenieuren auszeichnet und junge Menschen für Design und Technik begeistern soll. Der Wettbewerb wird in 18 Ländern durchgeführt. Studierende der Fachbereiche Produktdesign, Industriedesign oder Ingenieurwissenschaften und junge Kreative, die ihr Studium der genannten Fachbereiche vor maximal vier Jahren abgeschlossen haben, waren aufgefordert, ihre Designideen einzureichen. Insgesamt wurden über 500 Projekte eingereicht, die meisten davon aus Deutschland.

Marko Müller gewinnt 1.000 Pfund (etwa 1.200 Euro). Zudem hat er sich, zusammen mit acht weiteren Nachwuchsdesignern aus Deutschland, für die nächste Runde des James Dyson Award qualifiziert. In dieser zweiten Runde werden die besten Projekte aus jedem der 18 teilnehmenden Nationen zuerst von Dyson Ingenieuren und in einer dritten Runde von einer internationalen Jury bewertet. Der Gewinner des diesjährigen James Dyson Award wird dann von Sir James Dyson persönlich ausgewählt und am 8. November bekannt gegeben. Das Preisgeld für den Gewinner beträgt insgesamt 20.000 Pfund (etwa 22.000 Euro), das zu gleichen Teilen an den Sieger und sein Universitätsinstitut geht.

Weitere Informationen zum Siegerprojekt, den 9 Finalisten aus Deutschland und allen Einreichungen beim diesjährigen Wettbewerb unter www.jamesdysonaward.org

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an:

Dyson Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Andreas Finke • 0221/50 600-148 • andreas.finke@dyson.com
Sonja Neubauer • 0221/50 600-149 • sonja.neubauer@dyson.com
Dyson GmbH • Lichtstraße 43b • 50825 Köln • Fax 0221/50 600-190

Alexander Janus | Dyson GmbH
Weitere Informationen:
http://www.dyson.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Wenn Korallen Plastik fressen

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Ventile für winzige Teilchen

23.05.2018 | Materialwissenschaften

GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

23.05.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics