Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wohnhaus der Zukunft - Ökonomiepreis für Architekturstudentin der FH Mainz

28.06.2011
Lena Knebel, Architekturstudentin an der FH Mainz, ist für ihren Entwurf eines Ziegelhauses mit dem Ökonomiepreis der Handwerkskammer Rheinhessen ausgezeichnet worden. Der mit 2000 Euro dotierte Preis wurde am 27. Juni 2011 in Anwesenheit von FH-Präsident Prof. Dr. Gerhard Muth und HWK-Hauptgeschäftsführer Günther Tartter überreicht.

Er wird seit 2008 an Studierende bzw. Absolventen der rheinhessischen Fachhochschulen verliehen, deren herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Technik- oder Wirtschaftswissenschaften eine Thematik aufweisen, die eine unmittelbare Relevanz für das Handwerk besitzt oder die direkte Möglichkeit der Übertragung auf den Wirtschaftszweig Handwerk erlaubt.


Lena Knebel - Ziegelhaus Modell

Die Arbeit von Lena Knebel entstand in dem Seminar „Ziegel_Haus“, in dem sich Architekturstudenten der FH Mainz mit einer Wohnhaustypologie in homogener Ziegelbauweise beschäftigten, die den heutigen Ansprüchen an Ökologie und Nachhaltigkeit gerecht wird. Die Projektleitung lag bei Prof. Dr. Julius Niederwöhrmeier.

Aufgabenstellung: Elastisch, energetisch, ökonomisch
Das freistehende Einfamilienhaus wird auch weiterhin eine wichtige Rolle im privaten Wohnungsbau spielen - obgleich Aspekte der Nachhaltigkeit sowie die Phänomene der Entleerung ganzer Siedlungsstrukturen dieses Prinzip der Solitärbebauung auch kritisch erscheinen lassen. Das Entwurfsprojekt Ziegel_Haus stellte sich dieser Aufgabe und wollte zukunftsfähige Lösungen finden, die drei Zielsetzungen folgen:

1. Es sollte statt einer starren eine elastische Typologie entwickelt werden, die den wandelnden sozialen Konstellationen der Bewohner Rechnung trägt. So kann vermieden werden, dass sich zukünftig ganze Siedlungsbereiche entleeren, wenn Wohnhäuser nach dem Wegzug erwachsener Kinder, nach Todesfällen und anderen familiären Veränderungen zu gross werden und nicht mehr marktgerecht sind, weil sie den neuen Nutzerkonstellationen nicht angepasst werden können.

2. Es sollte eine Konzeption entwickelt werden, die innovativen energetischen und ökologischen Ansätzen entspricht. 3. Es galt, unter Material- und Konstruktionsaspekten eine homogene und energetisch optimierte Ziegelbauweise einzusetzen, die handwerksnah die technologischen Anforderungen einer dauerhaften, ökonomischen und nachhaltigen Bauweise erfüllt.

Innovation an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis
„Lena Knebel ist es in zweifacher Weise gelungen“, so Projektleiter Prof. Dr. Niederwöhrmeier, „den Anforderungen des Ökonomiepreises in besonderer Weise gerecht zu werden. Auf der Basis einer sorgfältigen Analyse der Aufgabe hat sie ein architektonisches Ergebnis entwickelt, das alle drei Aspekte der Aufgabe in besonderer Weise zur Synthese bringt. Das nachgewiesen wirksame energetische Konzept, die innovative Interpretation des Prinzips Bekleidung, die typologische Elastizität und die konstruktive Durcharbeitung: insgesamt überzeugt die Arbeit sowohl in Bearbeitungstiefe als auch ganzheitlicher Qualität in Erfüllung aller Komponenten. Sie stellt so einen ausgezeichneten Beitrag dar, mit dem es gelungen ist, innovative technologische Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis mit ausgeprägter Handwerksrelevanz zu verbinden.“

Bettina Augustin | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-mainz.de/

Weitere Berichte zu: Schnittstelle Wohnhaus Ziegelbauweise Ökonomiepreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie