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Wissenschaftsstandort Göttingen erhält weitere Alexander von Humboldt-Professur

24.02.2010
Spitzenforscher Prof. Dr. Alec M. Wodtke für internationales Zentrum der Energieforschung nominiert

Die Universität Göttingen und das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie waren beim Wettbewerb um den höchstdotierten deutschen Forschungspreis erfolgreich: Der von der Hochschule und dem Göttinger Max-Planck-Institut nominierte Chemiker Prof. Dr. Alec M. Wodtke ist mit einer Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet worden.

Die aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanzierte Professur ist mit fünf Millionen Euro über fünf Jahre dotiert. Damit können die beteiligten Forschungsinstitutionen einem international renommierten Wissenschaftler ein attraktives Berufungsangebot machen, um ihn für das am Wissenschaftsstandort Göttingen geplante International Centre for Advanced Studies of Energy Conversion zu gewinnen.

Prof. Wodtke soll an der Fakultät für Chemie der Universität Göttingen auf eine Professur für Physikalische Chemie sowie als Direktor an das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie berufen werden. Derzeit hat Prof. Wodtke an der amerikanischen University of California Santa Barbara eine Professur für Physikalische Chemie inne.

Der heute 50-jährige Alec M. Wodtke wurde 1986 an der amerikanischen University of California in Berkeley promoviert. Anschließend forschte er bis 1988 als Gastwissenschaftler am Göttinger Max-Planck-Institut für Strömungsforschung. Seitdem lehrt und forscht er als Professor an der University of California Santa Barbara. Er zählt zu den weltweit führenden Experten in der Energieforschung: Prof. Wodtke untersucht, wie verschiedene Energieformen auf molekularer Ebene ineinander umgewandelt werden. Der Chemiker hofft, die "universellen Regeln" zu entdecken, die diese Umwandlungsprozesse steuern. Dazu erforscht Alec Wodtke Vorgänge an Grenzflächen. Er entdeckte dabei eine neue Form der Umwandlung von chemischer Energie in elektrische Energie. Seine Erkenntnisse könnten neue Wege eröffnen, um beispielsweise Sonnenlicht effizienter in eine für den Menschen nutzbare Energie umzuwandeln.

"Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Nominierung. Sie unterstützt die Universität und die universitätsnahen Forschungsinstitutionen, gemeinsam die Spitzenforschung am Göttingen Research Campus auszubauen. Professor Wodtke stärkt die Physikalische Chemie und die Universität nachhaltig", erklärte Universitätspräsident Prof. Dr. Kurt von Figura. Der Geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, Prof. Dr. Helmut Grubmüller, betonte die hervorragenden Möglichkeiten für enge Kooperationen am Forschungsstandort Göttingen, die sich aus der gemeinsamen Berufung ergeben. "Es wird spannend sein zu sehen, inwieweit die von Professor Wodtke entdeckten Energieumwandlungsprozesse auch von der Natur genutzt werden, beispielsweise zur Photosynthese oder zur Enzymkatalyse."

Die Alexander von Humboldt-Professur soll es deutschen Hochschulen ermöglichen, Spitzenkräfte nach Deutschland zu holen und ihnen eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten. In der Regel beträgt die Fördersumme fünf Millionen Euro für experimentell arbeitende und dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler. Die Professur wird jährlich bis zu zehnmal vergeben.

Hinweis an die Redaktionen:
Ein Foto von Prof. Dr. Alec M. Wodtke stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung.
Kontaktadressen:
Dr. Bernd Ebeling
Georg-August-Universität Göttingen
Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
Telefon (0551) 39-4342, Fax (0551) 39-4251
E-Mail: pressestelle@uni-goettingen.de
Dr. Carmen Rotte
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (0551) 201-1304, Fax (0551) 201-1151
E-Mail: crotte@gwdg.de

Dr. Bernd Ebeling | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de
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