Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftspreis der Segnitz-Ackermann-Stiftung für drei Herzforschungsprojekte verliehen

16.02.2011
Die Deutsche Stiftung für Herzforschung (DSHF) hat den diesjährigen Wissenschaftspreis der Segnitz-Ackermann-Stiftung an drei Wissenschaftler für Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen verliehen.

Der Preis für die besten wissenschaftlichen Arbeiten wurde anlässlich der Jahrestagung der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin Anfang Februar in Hamburg durch Prof. Dr. Hellmut Oelert, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der DSHF, überreicht. Ein Gutachtergremium hatte die Preisträger ausgewählt.

Den ersten Preis (3 000 EUR) erhielt Dr. Katrin Streckfuß-Bömeke vom Herzzentrum der Georg-August-Universität Göttingen für ihren Vortrag über ein Projekt zur Stammzelltherapie mit dem Titel: Generierung von Patienten-spezifischen induzierten pluripotenten Stammzellen aus Haarkeratinozyten. Die Arbeit befasst sich mit der Isolierung eines bestimmten Zelltyps aus menschlichen Haaren herzkranker Patienten, den sog. Haarkeratinozyten, die in pluripotente Stammzellen reprogrammiert und in schlagende Herzzellen (Kardiomyozyten) spezialisiert werden. Mit Hilfe dieser Herzzellen sollen individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Medikamente auf Zellebene getestet und daraus Therapiestrategien entwickelt werden.

Den zweiten Preis (1 000 EUR) erhielt Dr. Mareike Lankeit, ebenfalls vom Herzzentrum der Universität Göttingen, für ihren Vortrag Prädiktiver Stellenwert des neuen hoch sensitiven Troponin T (hsTnT) Assays im Vergleich zu einem klinischen Score bei normotensiven Patienten mit akuter Lungenembolie – eine prospektive externe Validierung. Ziel der Untersuchung von Dr. Lankeit und einem Forscherteam aus mehreren europäischen Klinikern ist es, die Eignung eines hoch sensitiven Messverfahrens für den kardialen Biomarker Troponin T (hsTnT) zur frühzeitigen Abschätzung des Todes- und Komplikationsrisikos von 526 Patienten mit akuter Lungenembolie zu testen. Darüber hinaus untersucht Dr. Lankeit den zusätzlichen Informationsgewinn von hsTnT in Kombination mit einem klinischen Score zur Risikoabschätzung.

Für den Vortrag Das Ubiquitin-Konjugationsenzym Ube2o spielt eine entscheidende Rolle für die Struktur und das Wachstum der Herzmuskelzelle wurde Dr. Arash Haghikia von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit dem dritten Preis (500 EUR) ausgezeichnet. Die Untersuchungsergebnisse zur Rolle des Enzyms Ube2o insbesondere für das Wachstum von Herzmuskelzellen sollen zum besseren Verständnis über molekulare Mechanismen der Herzschwäche und pathologische Umbauprozesse nach einem Herzinfarkt („Remodeling“) beitragen und der Entwicklung neuartiger therapeutischer Strategien dienen.

Der Wissenschaftspreis der Segnitz-Ackermann-Stiftung wird aus den Erträgen eines Stiftungsfonds finanziert, den Marie-Luise Segnitz im Jahr 2002 unter dem Dach der Deutschen Stiftung für Herzforschung gegründet hat. Zweck des Preises ist es, Forschung auf dem Gebiet der Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu fördern.

1/2011
Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle:
Michael Wichert / Pierre König
Tel. 069/95 51 28-114/-140
Fax: 069/95 51 28-345
E-Mail: wichert@herzstiftung.de
koenig@herzstiftung.de

Pierre König | idw
Weitere Informationen:
http://www.herzstiftung.de
http://www.dshf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie