Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftspreis für Professor Schlegel

22.07.2010
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Schwörmontag wurde Professor Dr. Christian Schlegel, Fakultät Informatik der Hochschule Ulm, durch Oberbürgermeister Ivo Gönner mit dem Wissenschaftspreis der Stadt Ulm ausgezeichnet. Die Laudatio würdigt seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Servicerobotik.

Die Leistungsfähigkeit eines Serviceroboters hängt nicht nur von den verfügbaren Algorithmen ab, sondern im Wesentlichen auch von der Integrierbarkeit aller benötigten Komponenten.

Damit rückt die Entwicklung von hochkomplexer Software in den Mittelpunkt, die Reaktionen in Echtzeit und unter Restriktionen erlaubt. Christian Schlegel arbeitet in diesem Zusammenhang seit geraumer Zeit intensiv auf dem Gebiet der modellgetriebenen Software- und Systementwicklung.

Durch die Abstraktion lassen sich auf Modellebene Einheiten unterschiedlichster Eigenschaften definieren und verifizieren. Die Methode weist den Weg, wie sich auch bei softwareintensiven Systemen neue Anwendungen aus einem Baukasten von vorgefertigten Komponenten mit zugesicherten Eigenschaften zusammensetzen lassen, anstatt stets ein komplettes System neu zu entwickeln. Dies sei ein wichtiger Schritt, wenn Servicerobotik alltagstauglich und marktfähig werden soll, so Schlegel, der dieses Forschungsgebiet international vorangetrieben hat.

Der gebürtige Marbacher war 2004 auf eine Professur für Echtzeitdatenverarbeitung und Betriebssysteme an die Hochschule Ulm berufen worden. Zuvor hatte er an der Universität Ulm Informatik studiert und bei Professor Franz-Josef Rademacher, dem damaligen Leiter des Forschungszentrums für anwendungsorientierte Wissensvermittlung (FAW), promoviert. Im FAW war er 10 Jahre lang im Bereich Robotik verantwortlich tätig gewesen, unter anderem im Rahmen des Sonderforschungsbereiches „Integration symbolischer und subsymbolischer Informationsverarbeitung in sensomotorischen Systemen“.

Heute ist Professor Christian Schlegel Dekan der Fakultät Informatik und gleichzeitig Sprecher des Zentrums für Angewandte Forschung (ZAFH) Servicerobotik an der Hochschule Ulm, über das Schlegels Forschungsarbeiten und die seiner beteiligten Kollegen aus mehreren baden-württembergischen Hochschulen vom Land gefördert werden.

Der Wissenschaftspreis der Stadt Ulm wird seit 1971 alle zwei Jahre vergeben und ist derzeit mit 15.000 Euro dotiert. Sie gingen zu gleichen Teilen an Professor Dr. Christian Schlegel, Hochschule Ulm, und an zwei Wissenschaftler der Universität Ulm.

Dr. Ingrid Horn | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-ulm.de

Weitere Berichte zu: FAW Servicerobotik Wissenschaftspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie