Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftspreis für Forschung zu seltenen Weichgewebesarkomen

05.06.2013
Dr. Jakob mit PharmaMar Wissenschaftspreis ausgezeichnet

Der Wissenschaftspreis, den das Unternehmen PharmaMar einmal im Jahr für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der klinischen oder experimentellen Forschung zu Weichgewebesarkomen vergibt, ist in diesem Jahr Dr. Jens Jakob verliehen worden. Der junge Arzt, der an der Chirurgischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim forscht, hat den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Rahmen der Sarkomkonferenz in Berlin (14. bis 16. März 2013) in Empfang genommen.

Weichgewebesarkome sind seltene aber bösartige Tumore, die in der Muskulatur, im Bindegewebe und Fettgewebe entstehen können. Die Diagnostik und Behandlung dieser Tumore stellt die Ärzte vor besondere Herausforderungen, da diese Tumore sehr heterogen sind in Bezug auf ihr biologisches Verhalten, die Prognose, wie auch bezüglich ihres Ansprechens auf verschiedene Behandlungsverfahren. Gerade aus diesem Grund stiftet das forschende Unternehmen PharmaMar den Wissenschaftspreis, um die Forschung auf dem Gebiet der Weichgewebesarkome weiter voranzutreiben und damit neue Diagnose- und Therapiestrategien zu erschließen.

In der ausgezeichneten Arbeit hat sich Dr. Jakob das Ziel gesetzt, die optimale Therapie von speziellen Bindegewebstumoren des Mastdarms (Gastrointestinale Stromatumoren des Rektums, Rektum-GIST) zu definieren. Die wichtigste Therapie dieser Tumore ist deren vollständige chirurgische Entfernung. Diese birgt jedoch aufgrund der engen räumlichen Nähe zum Schließmuskel und zu Nachbarorganen deutliche Risiken. Die Operation kann erhebliche Einschränkungen der Sexual- und Schließmuskelfunktion nach sich ziehen.

Aufgrund spezifischer Veränderungen der Tumorzellrezeptoren werden Gastrointestinale Stromatumore des Rektums am besten vor einer Operation mit einer gezielten (targeted) Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren vorbehandelt. Die daraus resultierende Verkleinerung des Tumors erlaubt es in der Regel, diesen in einer den Schließmuskel erhaltenden Operation zu entfernen. Unter dieser Behandlung ist es außerdem meistens möglich, den Zugang zum Operationsfeld durch die Bauchhöhle zu vermeiden. Dies kann dazu beitragen, die Häufigkeit von Absiedlungen der Tumoren (Metastasen) in der Bauchhöhle zu senken. Diese beiden Aspekte konnte Dr. Jakob in seiner Arbeit belegen.

Dr. Eva Maria Wellnitz | idw
Weitere Informationen:
http://www.umm.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht Sensible Daten besser analysieren
16.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Prozesstechnik für effizientes Bohren und Schneiden auf der LASER CHINA

22.02.2017 | Messenachrichten

IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren

22.02.2017 | Automotive