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Wissenschaftspreis 2009 geht an die Leibniz Universität Hannover

13.07.2009
Prof. Wolfgang Ertmer und Juniorprofessorin Antje Stokman erhalten den Preis des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

Doppelte Freude an der Leibniz Universität Hannover: Prof. Wolfgang Ertmer, Physikprofessor am Institut für Quantenoptik, und Juniorprofessorin Antje Stokman vom Institut für Freiraumentwicklung der Fakultät für Architektur und Landschaft sind mit dem Wissenschaftspreis 2009 des Landes Niedersachsen ausgezeichnet worden.

Professor Ertmer, der mit seinen Kollegen das Exzellenzcluster QUEST nach Hannover geholt hat, erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie „Herausragender Wissenschaftler“. Juniorprofessorin Stokman freut sich über den mit 20.000 Euro dotierten Preis für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Mit der Auszeichnung, die das niedersächsische Wissenschaftsministerium seit 2007 verleiht, werden herausragende Forscher, Forscherinnen und Lehrende von Universitäten, Fachhochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes gewürdigt.

„Die Auszeichnung ist eine große Wertschätzung nicht nur für meine Arbeit, sondern besonders auch für die mittlerweile etablierten exzellenten Kooperationen innerhalb des Wissenschaftsstandorts Hannover sowie mit exzellenten Forschungseinrichtungen in der Region“, sagt Professor Ertmer. Er sei „einer der Väter des sogenannten Quantenengineerings“, heißt es in der Jurybegründung des Ministeriums. Die experimentellen Methoden, mit denen Wolfgang Ertmer arbeitet, werden in der modernen quantenphysikalischen Forschung im Bereich Quantenoptik und Atomphysik in vorderster Front der Forschung eingesetzt. Für das Exzellenzcluster QUEST, das der 60-Jährige leitet, erhält die Leibniz Universität verteilt auf fünf Jahre etwa 35 Millionen Euro. Parallel zur physikalischen Grundlagenforschung hat Professor Ertmer mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Laser Zentrum Hannover e. V. neue Akzente in den Lebenswissenschaften gesetzt. In der Laser-Opthalmologie und Biophotonik bis hin zu innovativen Ansätzen für Cochlea-Implantate sowie Untersuchungen auf dem Niveau einzelner Zellen konnte er dazu beitragen, den Weg für einen neuen biotechnologischen Schwerpunkt in Hannover zu bereiten. Auf dieser Basis ist er auch am interdisziplinären Exzellenzprojekt REBIRTH beteiligt, bei dem die Medizinische Hochschule Hannover mit der Leibniz Universität, der Tierärztlichen Hochschule, dem Laser Zentrum Hannover und anderen Forschungseinrichtungen zusammenarbeitet. REBIRTH kombiniert Ansätze aus Medizin, Ingenieur- und Naturwissenschaften.

Prof. Ertmer, der 1997 den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten hat, folgte 1994 einem Ruf an die Leibniz Universität Hannover. Von 2002 bis 2005 war er Vizepräsident für Forschung. Zudem ist er Vorstandssprecher des Laser Zentrums Hannover.

Juniorprofessorin Antje Stokman war überrascht und hocherfreut über die Nachricht ihrer Auszeichnung als herausragende Nachwuchswissenschaftlerin, die sie auf einer Dienstreise erreicht hat. „Besonders freut mich, dass der teambasierte und integrierte Ansatz meiner Arbeit im Rahmen des interdisziplinären Netzwerks STUDIO URBANE LANDSCHAFTEN durch den Preis wissenschaftliche Anerkennung findet“, sagt Professorin Stokman. Die 35-jährige Juniorprofessorin für Ökosystemare Gestaltung und Bewirtschaftung von Fließgewässereinzugsgebieten habe sich „mit großem Engagement als ,wissenschaftliche Grenzgängerin’ zwischen Disziplinen, Institutionen und Ländern ausgezeichnet“, sagt die Jury aus acht hochrangigen Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertreten aus unterschiedlichen Bundesländern. Gewürdigt werden besonders ihre transdisziplinären Lehr- und Forschungsschwerpunkte mit internationaler Ausstrahlung und die vielfältigen Kooperationen zwischen Forschung, Wirtschaft und Verwaltung.

In ihrer Forschung geht es Landschaftsarchitektin Stokman um zukunftsweisende Ansätze der Gestaltung von Wasser- und Infrastruktursystemen als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung urbaner Lebensräume vor dem Hintergrund zunehmender Probleme mit Überflutungen und Wasserverschmutzung. Neben ihrem fachlichen Engagement setzt sich Antje Stokman stark für die Internationalisierung der Fakultät für Architektur und Landschaft ein und entwickelt im Rahmen einer Reihe internationaler Studierendenworkshops Beiträge zur nachhaltigen wasserbezogenen Entwicklung von Städten wie Peking, Caracas und New Orleans.

Dr. Stefanie Beier | Leibniz Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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