Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftsoffensive der Trinationalen Metropolregion Oberrhein fördert sieben Leuchtturmprojekte

05.07.2012
Sieben grenzüberschreitende Exzellenzprojekte erhalten Förderung im Rahmen der Wissenschaftsoffensive der Trinationalen Metropolregion Oberrhein und im Programm INTERREG IV A Oberrhein. Die Bewilligungsbescheide wurden am 4.7.2012 an der Universität Koblenz /Landau in Landau in einem Festakt überreicht.
Anlässlich des offiziellen Festakts der Wissenschaftsoffensive haben hochrangige Vertreter der Wissenschaftsministerien von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, der Région Alsace und der Europäischen Union gestern sieben grenzüberschreitenden Leuchtturmprojekten ihre Förderbescheide überreicht.

Die Wissenschaftsoffensive, eine europaweit einzigartige Initiative, ermöglicht erstmals eine gemeinsame Förderung exzellenter grenzüberschreitender Forschungsprojekte aus Mitteln der Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, der Région Alsace sowie der Europäischen Union.

Die sieben ausgezeichneten Projekte mit einem Volumen von 10 Millionen Euro hatten sich im Rahmen eines internationalen Gutachterverfahrens aus einem Teilnehmerfeld von insgesamt 36 eingereichten Projektanträgen durchgesetzt.

Vera REISS, Staatssekretärin des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Rheinland-Pfalz:
„Der 12. Dreiländerkongress „Bildung und Innovation“ im Dezember 2010 in Basel war eine optimale Plattform, um den Zusammenschluss aller relevanten Akteure im Wissenschafts- und Forschungsbereich zu erreichen und hat mit seinem Input die Wissenschaftsoffensive erst ermöglicht“

Dr. Simone SCHWANITZ, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg:
„Der Auswahlprozess hat die hohe Qualität des Wettbewerbs und der heute zu kürenden Siegerprojekte sichergestellt.“

Jean-Marie BELLIARD, Regionalrat im Conseil Régional d’Alsace und Vorsitzender der Arbeitsgruppe des Programms INTERREG IV Oberrhein:
„Die große Anzahl der eingereichten Projekte ist Ausdruck einer regen Nachfrage, eines echten grenzüberschreitenden Potentials.“

Mit Projektanträgen aus den Bereichen Materialwissenschaften, Chemie, Medizin, Life Sciences, Energie/Umwelt und Kultur/Geschichte spiegeln die geförderten Projektanträge den Themenreichtum der Forschungsaktivitäten am Oberrhein wider. Sie zeichnen sich besonders durch ihren innovativen Charakter und hohen wissenschaftlichen Mehrwert aus. Die Laufzeit der Projekte beträgt 3 Jahre.

Die TMO gehört zu den leistungsstarken Regionen Europas. Ziel des ersten gemeinsamen Projektaufrufs des Programms INTERREG IV, der Région Alsace sowie der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz war es, Wissenschaftler, Forscher und innovative Unternehmen am Oberrhein dazu anzuregen, die grenzüberschreitend vorhandenen FuEPotenziale besser zu nutzen.

Liste der geförderten Projekte:

-Chirale poröse Kristalle für die Racematspaltung
Partner: Karlsruher Institut für Technologie, CNRS, TU Kaiserslautern
Volumen: 843.200 €, davon 421.600 € EFRE und 250.000 € regionale Mittel
-Innovationen für eine nachhaltige Biomassenutzung in der Oberrheinregion
Partner: Karlsruher Institut für Technologie, Universität Freiburg, CNRS, Université de Strasbourg, Université de Haute-Alsace, Universität Koblenz-Landau, ENGEES, ASPA, Fachhochschule Nordwestschweiz, Universität Basel

Volumen: 1.945.862 €, davon 845.431 € EFRE und 250.000 € regionale Mittel

Genetische Mechanismen kardiovaskulärer Erkrankungen
Partner: CIE-CERBM – Institut Clinique de la Souris, Universitätsklinikum Heidelberg, European Molecular Biology Laboratory, Universität Heidelberg
Volumen: 1.122.520 €, davon 561.260 € EFRE und 250.000 € regionale Mittel

-Manifestationen seltener Krankheiten im Mund- und Zahnbereich: Aussichten für Diagnose und Therapie
Partner: Université de Strasbourg, CIE-CERBM, Hôpitaux Universitaires de Strasbourg, Universitätsklinikum Freiburg, Universität Heidelberg

Volumen: 1.971.342 €, davon 985.671 € EFRE und 250.000 € regionale Mittel

-Neurogenese und Neuroprotektion zur Prävention neurologischer Erkrankungen oder der Wiederherstellung neurophysiologischer Funktionen Partner: Université de Strasbourg, CNRS, Universitätsklinikum Freiburg
Volumen: 2.189.206 €, davon 1.094.603 € EFRE und 250.000 € regionale Mittel

-PLAN-EE, ein GIS-basiertes Planungstool für erneuerbare Energien
Partner: Universität Koblenz-Landau, Karlsruher Institut für Technologie, Université de Strasbourg, CNRS
Volumen: 936.354 €, davon 468.177 € EFRE und 186.957 € regionale Mittel

-Oberrhein im Gebrauchsfilm: Projektionen von Erinnerung, Geschichte und Identitäten 1900-1970
Partner: Université de Strasbourg, Universität Heidelberg
Volumen: 743.896 €, davon 371.948 € EFRE und 162.000 € regionale Mittel

Hintergrund:
Die Wissenschaftsoffensive (WO) der TMO wurde von ihren Partnerländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und der Region Elsass ins Leben gerufen. Sie hat zum Ziel, grenzüberschreitende Leuchtturmprojekte am Oberrhein durch finanzielle und technische Unterstützung bei der Erarbeitung und Umsetzung von INTERREG-Anträgen im Bereich Forschung und Innovation zu fördern. Mit ihr verfügt die TMO über ein europaweit einzigartiges, gemeinsames Instrument zur gezielten Förderung exzellenter, grenzüberschreitender Forschungsvorhaben.

Durch die Vernetzung von Wissenschaftsakteuren beiderseits des Rheins fördert die WO aktiv Innovation und Forschung sowie den grenzüberschreitenden Technologietransfer und trägt somit unmittelbar zur Erreichung der Ziele der Europäischen Union und der TMO bei.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum wurde von den regionalen Partnern der WO (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, Région Alsace) beauftragt, die Umsetzung der Wissenschaftsoffensive mitfolgenden Maßnahmen unterstützend zu begleiten:

-Information und Sensibilisierung der Akteure mittels Informationsveranstaltungen und zweisprachigen Informationsmaterialien
-Begleitung des wissenschaftlichen Projektauswahlverfahrens
-Hilfe bei der Konzeption und Ausarbeitung förderfähiger Projektanträge
-Unterstützung der Akteure bei der administrativen Projektumsetzung

In enger Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern und dem Gemeinsamen Technischen Sekretariat des INTERREG Oberrhein-Programms wurde ein Arbeitsprogramm erstellt, in dem die Themenbereiche, die Förderkriterien und das Auswahlverfahren der Wissenschaftsoffensive beschrieben sind. Der erste Projektaufruf im Oktober 2011 stieß bei den Wissenschaftsakteuren der TMO auf große Resonanz. So wurden 36 Projektvorschläge eingereicht, die einem transnationalen Gutachtergremium vorgelegt werden konnten. Die Auswahl der Projekte orientierte sich dabei an folgenden Kriterien:

-Innovativer Charakter des Projektes
-Wissenschaftlicher Mehrwert der Projektidee
-Methodik und Arbeitsplan
-Qualität und geographische Ausgewogenheit des Konsortiums

Anette Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.steinbeis-europa.de

Weitere Berichte zu: CNRS Leuchtturmprojekt Metropolregion TMO Wissenschaftsoffensive

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten