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Windkraft bis Ernährung: BIBB fördert sieben Projekte für eine nachhaltige Entwicklung

21.12.2010
In der beruflichen Bildung werden die Weichen weiterhin auf nachhaltige Entwicklung gestellt: Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) fördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sieben Projekte zur „Beruflichen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (BBNE) aus den Bereichen Metall/Elektro mit Schwerpunkt „Erneuerbare Energien“, Bauen und Wohnen, Chemie und Ernährung.
In den Projekten wird zum Beispiel der Qualifikationsbedarf von Fachexpertinnen und -experten für Offshore-Windenergieanlagen ermittelt, in den Bereichen Chemie und Ernährung werden Strategien entwickelt, die für das Thema nachhaltige Entwicklung von der Berufsorientierung bis zum Übergang vom Beruf zur Hochschule qualifizieren, und mit der Bauwirtschaft werden Lernmodule erarbeitet, mit denen das Thema nachhaltige Entwicklung in der Aus- und Weiterbildung im Bausektor verankert werden soll.

Knapp drei Millionen Euro umfasst dieser Förderschwerpunkt, der in die zweite Hälfte der UN-Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (2005 – 2014) eingebunden ist.

Gefördert werden vier Verbundprojekte mit einer Laufzeit von 3 Jahren und drei Einzelprojekte mit jeweils 2 Jahren Laufzeit. Im Bereich

• Metall/Elektro
- wird in einem Verbundprojekt mit der Universität Oldenburg ein Fortbildungsgang zum/zur geprüften technischen Fachwirt/-in – Erneuerbare Energien entwickelt, implementiert und evaluiert (Kontakt: Prof. Dr. Karin Rebmann, Universität Oldenburg, karin.rebmann@uni-oldenburg.de)
- werden in einem weiteren Verbundprojekt berufliche Kompetenzen und Qualifikationsbedarfe von Fachexpertinnen und -experten bei der Montage, Inbetriebnahme und dem Service von Offshore-Windenergieanlagen ermittelt, um daraus Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zu entwickeln und (zunächst) regional zu etablieren. Projektnehmer ist das Institut Technik und Bildung der Universität Bremen (Kontakt: Prof. Dr. Georg Spöttl, Universität Bremen/Institut Technik und Bildung, ITB, spoettl@uni-bremen.de)
- gehen das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim und die MetropolSolar Rhein-Neckar e.V. der Frage nach, welcher Bedarf an beruflicher Bildung im Handwerk im Hinblick auf die Zukunftsmärkte Elektromobilität und Erneuerbare Energien besteht (Kontakt: Dr. René Leicht, Institut für Mittelstandsforschung/ Universität Mannheim, leicht@ifm.uni-mannheim.de)

- entwickelt das Bildungswerk für berufsbezogene Aus- und Weiterbildung Thüringen eine Strategie, um Bildungspersonal als Multiplikator für das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung zu gewinnen. Dabei wird die Ausbildereignungsverordnung zugrunde gelegt und eine Verbindung zur Produktion in der Photovoltaik-Branche hergestellt (Kontakt: Marion Wadewitz, BWAW Thüringen, m.wadewitz@bwaw-thuerin-gen.de)

• Bauen und Wohnen
- wird das Netzwerk KOMZET Bau und Energie – ein Zusammenschluss der Kompetenzzentren in der Bauwirtschaft – im Rahmen eines Verbundprojektes Lernmodule entwickeln und erproben, die eine nachhaltige Entwicklung im Bausektor fördern und diese in Kooperation mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und anderen Bildungsakteuren dauerhaft als Leitbild in der Aus- und Fortbildung verankern (Kontakt: Jens Schwarz, Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg GmbH, AZB, jens.schwarz@azb-hamburg.de)
• Chemie
- rückt die Rhein-Erft Akademie GmbH – zusammen mit ihren Partnern – nachhaltige Bildungskarrieren in der Chemieindustrie in den Mittelpunkt. Das Verbundprojekt baut auf den Ergebnissen des Modellversuchs NICA (Nachhaltigkeit in der Chemieausbildung) auf. Ziel ist die methodische Aufbereitung und Implementierung der Kriterien nachhaltiger Entwicklung für den Bildungsbereich auf allen Ebenen der beruflichen einschließlich der universitären Bildung im Chemiesektor (Kontakt: Rainer Overmann, Rhein-Erft Akademie GmbH, rainer.overmann@rhein-erft-akademie.de)
• Ernährung
- wird die Fachhochschule Münster/Institut für berufliche Lehrerbildung ein modulares Rahmencurriculum zur systematischen Qualifizierung für nachhaltige Entwicklung im Ernährungsbereich erarbeiten – über die gesamte Berufsfeldbreite und alle Qualifikationsstufen hinweg (Kontakt: Prof. Dr. Irmhild Kettschau, FH Müns-ter/Institut für berufliche Lehrerbildung, kettschau@fh-muenster.de).

Ansprechpartnerinnen im BIBB:

Dagmar Winzier, E-Mail: winzier@bibb.de

Dr. Beate Feuchte, E-Mail: feuchte@bibb.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://bbne.bibb.de/de/bbne_index.htm
http://www.bne-portal.de

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