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William-Streiffer Scientific Achievement Award für Prof. Dr. Dieter Bimberg

05.11.2010
Mit Quantenpunkten schneller als schnell

William-Streiffer Scientific Achievement Award für Prof. Dr. Dieter Bimberg von der TU Berlin / Erstmals ging der Preis an einen deutschen Forscher

Die weltgrößte Ingenieurgesellschaft, die IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers), zeichnet Prof. Dr. Dieter Bimberg vom Institut für Festkörperphysik der TU Berlin mit dem William-Streiffer Scientific Achievement Award aus.

Mit diesem Preis werden außergewöhnliche wissenschaftliche Beiträge gewürdigt, die in den vergangenen zehn Jahren einen wesentlichen Einfluss auf die Laserforschung sowie auf den Bereich der Elektrooptik hatten. Es ist das erste Mal, dass mit dem Preis ein deutscher Wissenschaftler geehrt wird. Vergeben wird die Auszeichnung am 8. November 2010 auf dem Jahrestreffen der IEEE-Photonics Society in Denver, USA.

Dieter Bimberg ist ein weltweit anerkannter Pionier der Quantenpunktlaser, die heute durch eine Reihe von Firmen in Japan, den USA und in Deutschland – von ihm unterstützte Ausgründungen in Berlin und Dortmund – kommerzialisiert wurden. Diese stellen die Grundlagen für ultraschnelle optische Sender und Verstärker in der Nachrichten- und Datenübertragung dar. Es gelang ihm erstmals in den 90er Jahren diese neuartigen Laser basierend auf selbst organisierten Quantenpunkten herzustellen, was zuvor insbesondere in Japan über viele Jahre erfolglos mit anderen Methoden versucht wurde.

Die von ihm hergestellten und untersuchten Quantenpunkte sind oft winzige Atompyramiden, die per „Selbstorganisation“ auf einer Halbleiteroberfläche heranwachsen. Sie finden zu Millionen auf einem Quadratzentimeter Platz und können schnell modulierbar Licht in Frequenzbereiche ausstrahlen, die für übliche Halbleiterlaser – zumindest bislang – sehr schwer erreichbar sind. Einzelne dieser Quantenpunkte stellen die Grundlage für Einzelphotonenemitter in der Quantenkommunikation und für neuartige Nanoflash-Speicher dar.

Diese Arbeiten legten somit ausgehend von materialwissensschaftlicher und grundlagenphysikalischer Forschung ein wichtiges Fundament für technische Anwendungen im Bereich der Telekommunikation und Datenspeicherung.

Prof. Dr. phil. nat. Dieter Bimberg lehrt seit 1982 als Professor an der TU Berlin und leitet das Institut für Festkörperphysik der TU Berlin. Er gilt international als einer der wichtigsten Ideengeber auf den Gebieten der Nanobauelemente, der Halbleitermaterialien im Nanobereich und der Nanophysik. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und erhielt für seine Arbeiten u. a. den russischen Staatspreis für Wissenschaft und Technik und den Max-Born-Preis. Viele seiner Studierenden haben bereits ebenfalls nationale und internationale Preise erhalten.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Dieter Bimberg, Institut für Festkörperphysik der TU Berlin, Tel.: 030/314-22569, E-Mail: bimberg@physik.tu-berlin.de

„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:
Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
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