Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wieland-Preis 2011 für Nachhaltigkeit verliehen

02.08.2011
Das Thema Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft gewinnt für deutsche Unternehmen zunehmend an Stellenwert.

Die in Ulm ansässige Wieland-Werke AG hatte in diesem Jahr wiederum einen Preis für Abschlussarbeiten an der Hochschule Ulm ausgeschrieben, deren Ergebnisse eine nachhaltige Entwicklung unter Bezug auf Ökologie, Wirtschaft und/oder Soziales fördern.

Der diesjährige Preisträger ist Tobias Kaufmann, B. Eng., der sich in seiner Bachelor-Arbeit mit der Entwicklung eines solarversorgten Internetcafés beschäftigt hatte. Geehrt wurden außerdem die Professoren Peter Adelmann und Dr. Marianne von Schwerin, welche Kaufmanns Arbeit betreuten.

Tobias Kaufmann, Absolvent des Studiengangs Mechatronik, hat sich mit der Frage beschäftigt, wie bei fehlender elektrischer Infrastruktur ein Zugang zum Internet für die Bevölkerung geschaffen werden kann. Ein solarbetriebenes Internetcafé ist seine Lösung des Problems. Als Kernstück entwickelte er ein mobilfunkbasiertes System, das den Betrieb eines mit Solarenergie versorgten Internetservers erlaubt. Zum Einsatz kommen Netbook-Computer, die sich mit weniger als 10 Kilowatt Leistung betreiben lassen.

Wegen ihres geringen Verbrauchs konnte er das benötigte Solarsystem äußerst kostengünstig auslegen. Die verwendete softwaretechnische Infrastruktur ist außerdem in Form von Open Source Produkten frei verfügbar. Das System, dessen Server- und Clientsoftware Kaufmann auf der Anwendungsebene selbst entworfen und programmiert hat, erfüllt moderne Sicherheitsstandards; es ist leicht skalierbar und erweiterbar sowie äußerst benutzerfreundlich.

Ein solches Internetcafé ist prädestiniert für Entwicklungsländer, bei denen weite Landstriche unzureichend elektrifiziert sind. Es erleichtert der ländlichen Bevölkerung den Zugang zu weltweit verfügbarer Information, indem es die oftmals gut ausgebauten Mobilfunknetze nutzt. Gleichzeitig ist es ein einfach umsetzbares Geschäftsmodell. Mit dem neuen Angebot eröffnen sich einerseits neue Erwerbsquellen und andererseits der Zugang zu Wissen, was bessere Ausbildungsmöglichkeiten und damit bessere Lebensumstände mit sich bringt.

Der Wieland-Preis für nachhaltige Technik und Wirtschaft ist der höchstdotierte Preis für studentische Arbeiten an der Hochschule Ulm und würdigt gleichzeitig die Leistung des betreuenden Professors durch einen Geldbetrag für seine wissenschaftlichen Aktivitäten. Die diesjährige Preisverleihung fand im Rahmen der Abschlussfeier anlässlich der Verabschiedung der Absolventen des Sommersemesters 2011 statt. Verliehen wurde die Auszeichnung durch Dr. Ulrich Hartmann, Vorstandsmitglied der Wieland-Werke AG.

Dr. Ingrid Horn | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-ulm.de

Weitere Berichte zu: Internetcafé Nachhaltigkeit Wieland-Preis Wieland-Werke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie