Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wertvolle Beiträge zur Energie- und Klimadebatte: RUB-Forscher erhält Bundesverdienstkreuz

04.11.2010
Ideologiefrei und sachlich: wissenschaftliches und ehrenamtliches Engagement

Für seine herausragenden Verdienste um eine sachliche und breite Energie- und Klimadiskussion erhielt der Bochumer Energieforscher Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner am 3.11. in Velbert das Bundesverdienstkreuz.

Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Prof. Wagner wissenschaftlich und ehrenamtlich für die Weiterentwicklung von Forschung und Technik. Von der ersten Energiekrise in den 1970er Jahren bis heute leistet er wertvolle Beiträge zu einem effizienten Umgang mit Energie und Ressourcen sowie für eine sachliche Klimadiskussion, heißt es in der Begründung zur Verleihung der hohen Auszeichnung durch Landrat Thomas Hendele.

Ideologiefreier und fairer Dialog

Für seine „ideologiefreie“ Art der Darstellung wird Prof. Wagner von Wissenschaftlern und Politikern gleichermaßen akzeptiert – obwohl die Ansichten zur Nutzung von Kernenergie und zum Ausbau erneuerbarer Energien weit auseinander gehen. Besonderes Anliegen ist ihm ein breiter und fairer Dialog mit Entscheidungsträgern, gesellschaftlichen Gruppierungen und interessierten Bürgern. Hermann-Josef Wagner ist seit 2006 Mitglied der „Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina“. Als einer von drei Vertretern der Akademie hatte er die besondere Ehre und Herausforderung, für die G8-Gipfel in Heiligendamm und Moskau die deutschen Beiträge wissenschaftlich zu begleiten und Lösungsansätze für drängende Probleme zu erarbeiten.

Stets im Blick: die Ökologie

Bereits seit den 80er Jahren bringt Prof. Wagner sein außerordentliches Fachwissen zur Energiewirtschaft als Berater in nationalen und internationalen Gremien ein. Zudem ist er Mitglied in zahlreichen Verbänden und Gesellschaften, zum Beispiel in der Gesellschaft für Energiewirtschaft und Energiepolitik, der Gesellschaft für Energietechnik, der Gesellschaft für Energie und Umwelt des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) sowie im Verband für Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik. Auch international werden sein Rat und sein Know-how geschätzt. So war Prof. Wagner etwa Mitglied des Deutsch-französischen Umweltinstituts und ist Berater für Umweltfragen in der chinesischen Provinz Tianjin. Insbesondere ökologische Aspekte der Energienutzung und -wirtschaft liegen Hermann-Josef Wagner seit jeher am Herzen.

Vita Prof. Wagner

Hermann-Josef Wagner wurde am 3. Januar 1950 in St. Katharinen, Rheinland-Pfalz, geboren. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Nach dem Abitur studierte er Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt „Elektrische Energietechnik“ an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, wo er 1978 promoviert wurde. Anschließend arbeitete er als Wissenschaftler im Bereich der Solarenergie und an der Erstellung komplexer mathematischer Energiemodelle. Als Mitarbeiter des wissenschaftlichen Dienstes im Deutschen Bundestag betreute er die beiden Enquete-Kommissionen „Zukünftige Kernenergiepolitik“ und war in der zweiten Kommission stellvertretender Kommissionssekretär. Danach leitete er die Systemanalysegruppe im Forschungszentrum Jülich, die sich mit Fragen der zukünftigen Energieversorgung befasste. Im Jahre 1992 übernahm er eine Professur an der Technischen Universität Berlin. Für seine Lehrtätigkeit an der Universität Duisburg (heute Universität Duisburg-Essen) wurde er 1996 mit der Verleihung des Titels „Honorarprofessor“ ausgezeichnet und erhielt im gleichen Jahr einen Ruf an die damalige Universität Essen auf den neu geschaffenen Lehrstuhl „Ökologisch verträgliche Energiewirtschaft“. Seit 2001 ist er Inhaber des Lehrstuhls Energiesysteme und Energiewirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum und derzeit geschäftsführender Direktor des Instituts für Energietechnik an der Fakultät für Maschinenbau.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft, Fakultät für Maschinenbau der RUB, Tel. 0234/32-28044, E-Mail: lee@lee.rub.de

Internet: http://www.lee.rub.de

Redaktion: Jens Wylkop

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.lee.rub.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rosige Zeiten für die Meeresforschung: SFB „Roseobacter“ wird weitere vier Jahre gefördert
08.12.2017 | Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

nachricht Wie lassen sich künstliche Lungen implantieren?
06.12.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie