Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltweit häufig zitierte Forscher

24.06.2014

Zwei Würzburger Professoren sind neu mit dem Prädikat „häufig zitierter Forscher“ ausgezeichnet worden. Das bedeutet, dass ihre Arbeiten in der weltweiten Wissenschaftsszene sehr stark beachtet werden.

Andreas Rosenwald, Leiter des Instituts für Pathologie, und Frank Würthner, Inhaber des Lehrstuhls für Organische Chemie II, gehören neu zu den „Highly Cited Researchers“.


Andreas Rosenwald

Foto privat


Frank Würthner

Foto privat

Ihre Forschungsergebnisse wurden in den vergangenen zehn Jahren weltweit besonders oft von anderen Wissenschaftlern zitiert. Die Zitationshäufigkeit gilt als Messgröße für die wissenschaftliche Qualität einer Arbeit. Ermittelt wurden die Werte vom US-Unternehmen Thomson Reuters, das dafür auf wissenschaftliche Datenbanken zurückgriff.

Andreas Rosenwald erforscht die Ursachen von Blut- und Lymphknotenkrebs. Dies sind relativ häufig auftretende, bösartige Erkrankungen, die von Zellen des Knochenmarks (Leukämien) oder des lymphatischen Systems (Lymphome) ausgehen.

Durch umfangreiche Analysen des Erbguts der Tumorzellen (genomische Analysen) ist es in den vergangenen zehn Jahren gelungen, die Vielzahl der unterschiedlichen Lymphomtypen präziser zu definieren, so dass Leukämie- und Lymphompatienten heute von einer tumorspezifischen, zielgerichteten Therapie profitieren können.

Zusammen mit vielen anderen Wissenschaftlern und klinischen Kollegen arbeitet er daran, diese modernen genetischen Methoden noch mehr als bisher in die Diagnostik und die Therapieentscheidung von Patienten mit Blut- oder Lymphknotenkrebs einfließen zu lassen.

Frank Würthner ist einer der Begründer des Gebiets der supramolekularen Farbstoffchemie und entwickelt Funktionsfarbstoffe für Anwendungen in der organischen Elektronik und Photovoltaik. Würthner will auch Farbstoff-basierte Materialien entwickeln, die mit Hilfe von Sonnenlicht Brennstoffe erzeugen können.

Hierzu setzt er auf biomimetische Konzepte und entwickelt synthetische Nanoreaktoren, in denen Farbstoffe ähnlich wie in den natürlichen Photosyntheseapparaten die Energie des Sonnenlichts einsammeln und anschließend zur photokatalytischen Wasserspaltung nutzen können.

Dieses Ziel verfolgt er als Mitglied im bayerischen Forschungsnetzwerks „Solar Technologies go Hybrid“, das vom bayerischen Wissenschaftsministerium mit 50 Millionen Euro gefördert wird.

Andere häufig zitierte Würzburger Forscher

Die Auszeichnung als „Highly Cited Researcher“ ging in der vergangenen Jahren mehrfach an Professoren der Uni Würzburg – vier davon kommen aus der Chemie: Waldemar Adam (Organik), Helmut Werner (Anorganik), Peter Schreier (Lebensmittelchemie) und Peter Riederer (Klinische Neurochemie, Universitätsklinikum).

Auch vier Botanik-Professoren aus Würzburg belegten hinsichtlich der Zitationshäufigkeit bereits Spitzenpositionen: Ulrich Heber, Rainer Hedrich, Werner Kaiser und Ulrich Schreiber. Sie alle sind oder waren am Lehrstuhl für Botanik I – Molekulare Pflanzenphysiologie und Biophysik tätig.

Gunnar Bartsch | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten