Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltweit forschen für menschenwürdige Arbeit: Netzwerk ICDD um fünf Jahre verlängert

02.12.2014

Das globale Lehr- und Forschungsnetzwerk International Center for Development and Decent Work (ICDD) wird weitere fünf Jahre gefördert. Das ICDD mit Sitz an der Universität Kassel trägt seit 2009 zu einem besseren Verständnis der Ursachen menschenunwürdiger Arbeit im Entwicklungskontext bei. Verbunden mit der Verlängerung ist eine Förderung von fünf Mio. Euro.

Im Vordergrund wird in den nächsten Jahren die interdisziplinäre Forschung zur Förderung menschenwürdiger Arbeit entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten stehen. Die Arbeit des ICCD orientiert sich dabei an den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen, im Mittelpunkt steht „die Förderung von anhaltendem, inklusivem und nachhaltigem Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle“.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) als Förderer hatte die Arbeit des globalen Think Tanks kürzlich hervorragend evaluiert und den Verlängerungsantrag des ICDD als „absolut förderungsfähig“ bewertet. Wissenschaftlich sei die Arbeit des Centers als Spitzenforschung einzustufen, die Unterstützung der Universität in personeller sowie finanzieller Hinsicht hervorragend und die Beiträge der Netzwerkpartner sehr beeindruckend.

„Das ICCD ist ein Aushängeschild der Universität, in dem Interdisziplinarität, Internationalität und hervorragende wissenschaftliche Arbeit zusammenkommen, um ein drängendes globales Problem zu lösen“, so Universitätspräsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep. Der geschäftsführende Direktor des ICCD, Prof. Dr. Christoph Scherrer, verwies auf die Aufgaben der Zukunft: „Die Welt ist nicht zuletzt aufgrund der transatlantischen Finanzkrise noch weit vom Ziel der menschenwürdigen Vollbeschäftigung entfernt.“

Zum ICDD-Netzwerk gehören Universitäten in Brasilien, Mexiko, Pakistan, Indien, Kenia, Ghana und Südafrika sowie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf. In der Arbeitsweise zeichnet es sich aus durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Agrar- und Sozialwissenschaften, die globale Dreieckskooperation Süd-Süd-Nord und die Forschung mit Alumni. Die fächerübergreifende Zusammenarbeit ist für den Kasseler Agrarwissenschaftler und ICDD-Vizedirektor Prof. Dr. Andreas Bürkert unabdingbar: „Problemorientiertes Forschen bedarf des ganzheitlichen Blickes, der nur durch die Kooperation verschiedener Wissenschaften gelingen kann.“

In den ersten fünf Jahren qualifizierte das Netzwerk 143 Studierende in Masterstudiengängen und Promotionsprogrammen für beschäftigungspolitische Forschung oder Tätigkeiten in der Entwicklungszusammenarbeit. Zehn Dissertationen wurden bereits abgeschlossen, 28 Stipendien für Masterarbeiten vergeben. 88 Graduierte nahmen an den Summer Schools des ICDD teil. Darüber hinaus haben sich die auf vier Kontinenten tätigen Mitglieder des ICDD mit Forschung zu den Möglichkeiten der besseren sozialen Absicherung der Beschäftigten in der informellen Ökonomie und für mehr Beschäftigung in ländlichen Räumen einen Namen gemacht. Mit ihren Ergebnissen haben sie sich wiederholt in die öffentliche Debatte um faire Arbeits- und Handelsbedingungen eingeschaltet.

Ansprechperson:
Prof. Dr. Christoph Scherrer
Universität Kassel
Direktor des ICDD
E-Mail: scherrer@uni-kassel.de


Weitere Informationen:

http://www.uni-kassel.de/uni/nc/universitaet/nachrichten/article/weltweit-forschen-fuer-menschenwuerdige-arbeit-netzwerk-icdd-um-fuenf-jahre-verlaengert.html

Sebastian Mense | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie