Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weiterbildungs-Innovationspreis 2012

15.02.2012
Wie kann man Arbeitskräfte aus Handwerk und Produktion so in ihrem Lernen und bei Veränderungen begleiten, dass sie ihre Potenziale bis 67 voll entfalten und einbringen können?

Im Projekt ENWIBE hat das IAT der Universität Stuttgart, das eng mit dem Fraunhofer IAO kooperiert, gemeinsam mit seinen Verbundpartnern das Konzept eines Entwicklungsbegleiters erdacht, der sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte ganzheitlich dabei unterstützt. Das Projekt erhielt nun im Rahmen der didacta den Weiterbildungs-Innovationspreis 2012 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Handwerk und Produktion befinden sich aktuell – wie viele andere Branchen auch – in einer Arbeitsumwelt mit großen Herausforderungen: Die Lebensarbeitszeit der Menschen wird länger, die Produktlebenszyklen aber immer kürzer. Hinzu kommt der demografische Wandel: das Rentenalter beginnt später und junger Nachwuchs ist zunehmend rar. Die demografischen Veränderungen gehen einher mit einem rasanten technologischen Wandel und der Erschließung neuer Märkte. Arbeitnehmer müssen sich ständig auf neue Technologien einstellen, Flexibilität und Änderungsbereitschaft mitbringen, um in den von starker Dynamik geprägten Arbeitsumgebungen erfolgreich bestehen zu können.

Wie kann man diesen Herausforderungen begegnen und sie sogar in Chancen verwandeln? Das vom Institut für Arbeitswirtschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart, dem Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen ZNL sowie dem Elektro Technologie Zentrum Stuttgart etz initiierte Verbundprojekt »ENWIBE – Ereignisorientierte Entwicklungsgespräche für Mitarbeiter in Produktion und Handwerk« verfolgt mit einem interdisziplinären Ansatz das zentrale Ziel, die Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften durch Entwicklungsbegleiter mit umfassenden Branchenkenntnissen zu stärken. Dabei erfolgt eine Ausrichtung an den persönlichen Potenzialen sowie an der langfristigen Unternehmensstrategie. Der Entwicklungsbegleiter arbeitet eng mit Geschäfts- und Betriebsleitung zusammen. Die einzelnen Mitarbeiter werden vor dem Hintergrund der aktuellen und zukünftigen arbeits- und auftragsbezogenen Anforderungen in ihrer beruflichen Entwicklung beraten und unterstützt. Bislang ungenutzte Potenziale werden so frühzeitig erkannt und gefördert, Unternehmens- und Mitarbeiterinteressen gleichermaßen berücksichtigt.

Das im Rahmen des Förderschwerpunkts Balance von Flexibilität und Stabilität vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte ESF-Projekt wurde am Dienstag, 14. Februar 2012, anlässlich der Bildungsmesse Didacta in Köln mit dem Weiterbildungs-Innovations-Preis (WIP) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) ausgezeichnet. Überreicht wurde der Preis durch den Präsidenten des Bundesinstituts für Berufsbildung, Herr Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser sowie vom Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium, Dr. Stefan Porwol.

Ansprechpartner:
Fraunhofer IAO, Dr. Josephine Hofmann, Gabriele Korge
+49 711 970-2095, -2261
josephine.hofmann@iao.fraunhofer.de
gabriele.korge@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.znl-enwibe.de/
http://www.bibb.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie