Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Warten der Anderen

12.10.2010
Dr. Benjamin Hiller wird mit dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft 2010 ausgezeichnet

Eine wissenschaftliche Arbeit anzufertigen ist das Eine. Einem Laien diese Arbeit so zu erklären, dass dieser sich ein Bild von dem Arbeitsgebiet machen kann, ist etwas ganz Anderes.

Dr. rer. nat. Benja-min Hiller, der bei Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Martin Grötschel im Fach Mathematik an der TU Berlin promoviert hat, ist das mit Erfolg gelungen. Dafür wird er am 14. Oktober 2010 in Heidelberg mit dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft ausgezeichnet.

Einmal im Jahr ehrt die Klaus Tschira Stiftung im Rahmen des Wettbewerbs „KlarText! – Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft“ junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler für eine verständliche und spannende Darstellung ihrer Forschungsergebnisse. Der Preis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Das Warten der Anderen – Siegerbeitrag von Benjamin Hiller im Fach Mathematik

Fortschrittliche Aufzüge lassen ihre Passagiere nicht unnötig lange warten. Hinter diesem Komfort stecken moderne mathematische Verfahren, die Aufzüge so steuern, dass Wartezeiten optimiert werden. Diese Art der Steuerung nutzt die Vorteile eines Zielrufsystems: Noch bevor die Passagiere einsteigen, geben sie ihre Zieletagen an. Aufgrund der bekannten Fahrgastwünsche wird dann ein Fahrplan berechnet, der kurze Warte- und Fahrzeiten für die wartenden Fahrgäste erzielt und auch für künftige Fahrgäste ermöglicht.

Benjamin Hiller schildert in seinem Artikel Das Warten der Anderen die
abstrakte Thematik der Aufzugssteuerung sehr verständlich - auch für den Nicht-Mathematikerinnen bzw. Nicht-Mathematiker. Durch sein ausbalanciertes Zusammenspiel aus Theorie und Praxis blickt der Laie hinter die Kulissen. Ein äußerst schwieriges Thema wird greifbar, und hinterher fühlen sich Leserinnen und Leser ein wenig klüger.

Dr. rer. nat. Benjamin Hiller (geb. 1980) begann 1999 sein Studium der Informatik mit Nebenfach Mathematik an der Technischen Universität Ilmenau, das er 2004 mit Auszeichnung abschloss. Seit September 2004 ist Benjamin Hiller wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Schwerpunkt Logistik in der Arbeitsgruppe Optimierung am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin. Im Dezember 2009 promovierte er an der TU Berlin bei Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Martin Grötschel mit dem Thema Online Optimization: Probabilistic Analysis and Algorithm Engeneering mit magna cum laude. Im September 2010 wurde er für seine Dissertation von der Gesellschaft für Operations Research (GOR) in München mit dem GOR-Dissertationspreis ausgezeichnet.

Zum Wettbewerb
Schreiben Sie Klartext! Diesem Aufruf kamen 220 Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler nach und bewarben sich für den Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft. Der Preis ist für diejenigen ausgeschrieben, die den Inhalt ihrer Doktorarbeit anschaulich in einem populärwissenschaftlichen Artikel in deutscher Sprache darstellen. Er wird in den Kategorien Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften und Physik vergeben. Bewerben konnten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die 2009 mit exzellenten Forschungsergebnissen promoviert wurden. Die Klaus Tschira Stiftung verfolgt mit dem Wettbewerb das Ziel, Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik mehr in der Gesellschaft zu verankern.
Alle preisgekrönten Texte veröffentlicht das Wissenschaftsmagazin bild der wissenschaft in einer Sonderbeilage ihres Novemberheftes.

Bereits im Oktober 2008 ging der Preis schon einmal an die TU Berlin: Damals wurde Dr.-Ing. Christian Fleischer für seinen Beitrag „Das zweite Skelett des Menschen“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Renate Ries, Klaus Tschira Stiftung, Tel.: 06221 / 533102, E-Mail: renate.ries@klaus-tschira-stiftung

Die Medieninformation zum Download:
www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:
Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
http://www.klaus-tschira-preis.info
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.klaus-tschira-preis.info

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Gipfel der Evolution – Flechten bei der Artbildung zugeschaut

27.04.2017 | Biowissenschaften Chemie