Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Viermetz-Wissenschaftspreis 2011 für Dr. Carmen Bachmann

30.06.2011
Ihre breit angelegte und dezidiert international ausgerichtet Forschungstätigkeit sei eine herausragende Bereicherung des Kompetenzbereichs "Global Business Management" ihrer Fakultät, und die Ergebnisse dieser Tätigkeit seien nicht nur wissenschaftlich höchst bemerkenswert, sondern auch praktisch von höchster Relevanz: Damit u. a. begründet die Jury des Viermetz-Wissenschaftspreises ihre Entscheidung, die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung in diesem Jahr Dr. Carmen Bachmann zu verleihen. In Empfang nehmen wird die Preisträgerin die Auszeichnung morgen, am 1. Juli 2011, wenn die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät ihren Fakultätstag mit anschließendem Sommerfest feiert.

Dr. Carmen Bachmann absolvierte nach ihrem Abitur am Augsburger Gymnasium bei St. Stephan in den Jahren 1997 bis 2001 an der Universität Augsburg das Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Prädikat. Während ihrer anschließenden Tätigkeit am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre von Prof. Dr. Michael Heinhold wurde sie 2004 mit einer Arbeit auf dem Gebiet der internationalen betriebswirtschaftlichen Steuerlehre summa cum laude promoviert.

Parallel zu ihrer wissenschaftlichen Karriere hat sie im Jahr 2008 das Steuerberaterexamen erfolgreich abgelegt. Im Januar 2009 erhielt sie einen Ruf an die Deutsche Universität in Kairo, den sie jedoch zugunsten ihrer Habilitation und längerer Forschungsaufenthalte unter anderem in Japan abgelehnt. 2011 wurde ihr nach Abschluss ihrer kumulativen Habilitation die Venia Legendi für das Fach Betriebswirtschaftslehre erteilt.

Bachmanns wissenschaftliche Tätigkeit bereichert den Kompetenzbereich "Global Business Management" der Universität Augsburg um die auch praktisch höchst relevante steuerliche Komponente. Ihr Forschungsspektrum ist breit und vor allem international angelegt: So hat sie z. B. auf dem Gebiet der Mittelstandsforschung die betriebswirtschaftliche internationale Steuerplanung – soweit ersichtlich – erstmalig für grenzüberschreitend agierende mittelständische Unternehmen zugänglich gemacht, indem sie neben dem Unternehmen auch die Ebene des Unternehmers mit in die Betrachtung einbezog. Durch die gleichzeitige Berücksichtigung von Ertrag- und Erbschaftsteuern konnte sie neue und modell-theoretisch hochinteressante Erkenntnisse gewinnen. In interdisziplinären Arbeiten zur Unternehmensbewertung (zusammen mit Prof. Dr. Wolfgang Schultze, Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung & Controlling) konnte Bachmann nachweisen, dass der in der Finanzierungslehre regelmäßig angenommene Steuervorteil der Fremdfinanzierung im grenzüberschreitenden Kontext in zahlreichen Konstellationen nicht existiert. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind nicht nur wissenschaftlich höchst bemerkenswert, sondern auch praktisch von höchster Relevanz.

Bachmanns Schwerpunkt in internationalen Fragen der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre und ihre Sprachkompetenz – neben Englisch spricht sie auch fließend Japanisch – ermöglichten ihr größtenteils drittmittelfinanzerte Forschungsaufenthalte unter anderem an der Waseda Universität und - ebenfalls in Tokio - am National Graduate Institute for Policy Studies.

"Frau Dr. Bachmann hat sich neben ihrer intensiven Forschungstätigkeit auch um die Lehre an der Universität Augsburg sehr verdient gemacht", so die Jury. Besonders hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang, dass sie den Studierenden durch Veranstaltungen und Vortragsreihen mit namhaften Praxispartnern wertvolle Einblicke für eine künftige berufliche Tätigkeit und entsprechende Kontaktmöglichkeiten vermittle. Auch vor diesem Hintergrund sei die diesjährige Preisträgerin eine exzellente Repräsentantin der Universität Augsburg, zumal sie, wie die Jury hervorhebt, "seit Beginn ihres Studiums ihre herausragenden akademischen Leistungen in Einklang mit der Erziehung ihres 1996 geborenen Sohnes bringt. Die Auszeichnung mit dem Wissenschaftspreis der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung würdigt und honoriert diese außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen und setzt überdies ein Zeichen für die vielzitierte Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie."

Preisverleihung mit Festvortrag von Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler und anschließendem Sommerfest

Die Preisverleihung beginnt am Freitag, dem 1. Juli 2011, um 16.00 im Hörsaal 1002 der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (Gebäude K, Universitätsstraße 20, 86159 Augsburg). Nach der Begrüßung hält Alt-Oberbürgermeister Dr. Peter Menacher als Vorsitzender der Jury des Wissenschaftspreises der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung die Laudatio auf Dr. Carmen Bachmann, die anschließend den Preis aus den Händen des Stifters, Kurt F. Viermetz, entgegennimmt. Der folgende Festvortrag von Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler widmet sich dem Thema "Finanzkrise und Finanzregulierung". Gegen 18.00 Uhr geht die Veranstaltung ins Sommerfest der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät über, bei dem es nochmals eine Auszeichnung geben wird: den von der Studierendenvertretung alljährlich vergebenen "Preis der besten Lehre".

Anhang I: Die Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung

Am 16. Dezember 2003 errichtete das Ehepaar Viermetz die nach ihm benannte Stiftung in Augsburg. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft, Kunst und Kultur in Augsburg und Bayerisch-Schwaben sowie die Förderung der deutsch-amerikanischen Völkerbeziehung und Verständigung. Seither konnte aus den Erlösen des Stiftungsvermögens eine Vielzahl von Projekten und Initiativen unterstützt werden. Die Geschäftsführung ist unbürokratisch, die Entscheidungen trifft ein vierköpfiges Kuratorium. Ihm gehören - nach dem Tod der verdienstvollen und engagierten Stifterin Felicitas Viermetz - an: Kurt F. Viermetz (Stiftungsvorstand), sein Sohn Maximilian Viermetz, Alt-Oberbürgermeister Dr. Peter Menacher und Bundesfinanzminister a. D. Dr. Theo Waigel. Die Stiftung will mit ihren Fördermaßnahmen nicht die Öffentlichen Hände ersetzen, sondern diese ergänzen und nach dem Prinzip des “matching gift“ weitere Förderer ermutigen. Wirtschaftsprüfer und Stiftungsaufsicht bestätigen stets die vorbildliche Arbeit der Stiftung.

Anhang II: Der Wissenschaftspreis der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung

Im Jahre 2006 beschloss das Kuratorium einen Wissenschaftspreis der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung zur Stärkung des Profils der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg zu stiften. Er wurde mit 10.000 Euro hoch dotiert. Da sich die Wissenschaftslandschaft durch Wettbewerbe wie das Elitenetzwerk Bayern, die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder und die gezielte Forschungsförderung in Deutschland und in der EU ausdifferenziert, bedürfen herausragende Leistungen der verstärkten Anerkennung. Zu den Kriterien zählen neben Publikationen in national und international besonders stark wahrgenommenen wissenschaftlichen Zeitschriften die Wahrnehmung der Lehr- und Forschungsprofile der Fakultät, Teilnahme an Förderprogrammen für die Forschung und die Gestaltung entsprechend profilierter Lehrangebote. Damit kann im Rahmen der neuen Cluster-Struktur der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowohl die Forschungskompetenz wie eine vertiefte Lehre gestärkt werden.

Die Vorschläge für den Preis kommen aus der Fakultät. Es werden jeweils vier renommierte Lehrstuhlinhaber deutscher Universitäten (Tübingen, Erlangen-Nürnberg, Eichstätt, WHU Vallendar) um ein Gutachten zu den Vorschlägen gebeten. Der Jury 2011 gehörten an: Vizepräsident Prof. Dr. Dr. Werner Wiater als Vertreter der Gesamtuniversität, Prof. Dr. Klaus Turowski als Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Kurt F. Viermetz als Stiftungsvorstand und Alt-Oberbürgermeister Dr. Peter Menacher als Kurator der Stiftung und Jury-Vorsitzender.

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-augsburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie