Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vier Millionen Euro für Forschungskooperation mit Hochschulen in der Kaukasus-Region

13.08.2012
Forschung und Lehre in den Themenbereichen Erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung an Hochschulen der Kaukasus-Region stärken – dieses Ziel verfolgt das Projekt ELECTRA.
Gefördert wird es mit knapp vier Millionen Euro durch ERASMUS MUNDUS, das Exzellenzprogramm der Europäischen Union. Federführend an der Universität Oldenburg verankert, steht es unter der Leitung des Wirtschaftsinformatikers Prof. Dr. Jorge Marx Gómez. Für die Durchführung und inhaltliche Betreuung zeichnet das Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST) der Universität Oldenburg verantwortlich.

„Enhancing Learning in ENPI Countries Through Clean Technologies and Research-related Activites” lautet der offizielle Titel des Vorhabens, dessen Zielländer Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien und die Ukraine sind. Insgesamt beteiligen sich 18 Universitäten und zehn Forschungsinstitute in den Zielländern und der EU an dem groß angelegten Projekt. Durch Forschungskooperationen und –aufenthalte will es die Qualität von Forschung und Lehre in zukunftsweisenden Themenbereichen stärken.

„Die hochkarätige Förderung durch ERASMUS MUNDUS unterstreicht eindrucksvoll die zunehmende Internationalisierung der Universität Oldenburg. Mit ELECTRA werden wir – in einem Netzwerk ausgezeichneter und eng kooperierender Hochschulen der EU – einen positiven Beitrag zur lokalen und regionalen Entwicklung der Kaukasus-Region leisten können“, sagt Prof. Dr. Katharina Al-Shamery, Vizepräsidentin für Forschung der Universität Oldenburg.
„Die internationale Sichtbarkeit unserer Universität im Bereich der Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Energieforschung wird durch dieses zweite ERASMUS MUNDUS Projekt in besonderem Maße bestätigt“, betont COAST Direktor Prof. Dr. Joachim Peinke.

„Die Zielländer von ELECTRA sind Länder, die sich politisch, ökonomisch und kulturell in einer Umbruchsphase befinden. Deshalb sind Themen wie Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit für die Hochschulen dort von größter Bedeutung“, erklärt Marx-Gómez. ELECTRA werde dazu beitragen, das Wissen und Know How der Ingenieure, Umweltschützer und politischen Entscheidungsträger in Energie-, Boden- und Wassermanagement zu stärken. Die Abwanderung von Experten dieser Bereiche solle gestoppt und die Beschäftigungsfähigkeit vor Ort gefördert werden.

ELECTRA ist geprägt von einem intensiven Austausch zwischen Studierenden, DoktorandInnen, Postdocs und HochschulmitarbeiterInnen sowie der Vernetzung von WissenschaftlerInnen. In den kommenden vier Jahren generieren die Universitäten der Zielländer gemeinsam mit ihren EU-Partnern ein engmaschiges Stipendien-Programm. Es sorgt für den Austausch von Studierenden und WissenschaftlerInnen und ermöglicht zahlreiche neue Forschungskooperationen zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Ebenfalls auf der Agenda: Die Entwicklung eines Konzepts zum Lebenslangen Lernen, ein ausgedehntes Praktika-Programm und die Intensivierung der Zusammenarbeit von Hochschulen und Wirtschaft.

Wissenschaftlich begleitet wird ELECTRA durch das Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST). „Gemeinsam mit COAST können wir unsere Partner-Universitäten im Kaukasus ideal unterstützen“, betont Marx-Gómez. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Forschungszentrums und die enge Zusammenarbeit mit den europäischen Partneruniversitäten seien die Garantie für fruchtbare Forschungsaufenthalte. Austausch, Betreuung und Beratung der Studierenden und WissenschaftlerInnen finden in enger Zusammenarbeit mit dem International Student Office (ISO) und dem International Relations Office (IRO) der Universität statt.

ERASMUS MUNDUS-Programm der EU:
ERASMUS MUNDUS hat das Ziel, Europa zur am stärksten wissensbasierten Wirtschaftskraft der Welt und zur globalen Referenz für hohe Qualität und Exzellenz in der Bildung zu entwickeln. Deshalb fördert ERASMUS MUNDUS wissenschaftliche Exzellenz und die internationale Attraktivität der Hochschulbildung in Europa – und stärkt gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Drittländern, um deren Entwicklung voranzutreiben.

Dr. Corinna Dahm-Brey | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-oldenburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Beschichtung lässt Muscheln abrutschen

18.08.2017 | Materialwissenschaften

Fettleber produziert Eiweiße, die andere Organe schädigen können

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

18.08.2017 | Geowissenschaften