Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vier Bundeswettbewerbe, viermal erfolgreich

28.10.2011
Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wird auch für ihr Konzept zur wissenschaftlichen Weiterbildung ausgezeichnet

Mit dem Erfolg im Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ für Konzepte zur wissenschaftlichen Weiterbildung hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Freiburger Universität auch im vierten großen Bundeswettbewerb in den universitären Kerndisziplinen Forschung, Lehre und Weiterbildung ausgezeichnet.

Zuvor war die Universität Freiburg schon in der Exzellenzinitiative für ihre Spitzenforschung sowie in den Bundeswettbewerben „Exzellenz in der Lehre“ und „Qualitätspakt Lehre“ für ihre Lehrkonzepte prämiert worden. Diesen vierfachen Erfolg hat sonst nur noch die Technische Universität München erzielt. „Lehre und Weiterbildung zählen neben der Forschung zu den wissenschaftlichen Kernaufgaben. Dass wir in allen entscheidenden Wettbewerben punkten konnten, zeigt uns, dass wir mit unserer strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg im Bereich Studium und Lehre sind“, sagt der verantwortliche Prorektor, Prof. Dr. Heiner Schanz.

Bildungskarrieren verlaufen oft nicht mehr linear. Viele Menschen brechen ihr Studium ab, setzen wegen Familiengründung aus oder gehen nach dem Bachelor-Abschluss ins Berufsleben, wollen sich aber später wissenschaftlich weiterbilden – auch vor dem Hintergrund, dass die Wirtschaft nach immer besser qualifizierten Fachkräften verlangt. Konzepte für lebenslanges Lernen spielen daher für die strategische Ausrichtung der Albert-Ludwigs-Universität eine zentrale Rolle. Im April 2010 hat sie die Freiburger Akademie für Universitäre Weiterbildung (FRAUW) gegründet, die Angebote zur wissenschaftlichen Weiterbildung über das gesamte Fächerspektrum hinweg entwickelt und umsetzt. Zentral ist dabei der Anspruch, den Teilnehmenden sowohl inhaltlich als auch organisatorisch flexibles Lernen zu ermöglichen. Die FRAUW bietet in Kooperation mit „Swissuni“, dem Zusammenschluss der Schweizer Universitäten in der Weiterbildung, akademisch anerkannte, gestufte Abschlüsse an, die nach dem Prinzip eines Baukastens mit individuellen Kombinationen einzelner Module zu erwerben sind. Innerhalb der Module sind sowohl Präsenzphasen als auch E-Learning vorgesehen – Beispiele dafür bieten die sieben berufsbegleitenden Master-Online-Studiengänge der Universität Freiburg wie „Photovoltaik“ oder „Palliative Care“.

Diesen Weg wird die Universität nun mit ihrem Konzept „Freiräume für wissenschaftliche Weiterbildung“, das im Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ ausgezeichnet wurde, weiter beschreiten. Ziel ist es, mit den Inhalten bestehender Master- und Master-Online-Studiengängen das Angebot an modularen Weiterbildungskursen, auch für qualifizierte Nichtakademiker, auszubauen. Außerdem wird die Albert-Ludwigs-Universität gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft unter dem Dach einer neuen Freiburg Academy of Science and Technology (FAST) Konzepte zur forschungsnahen Weiterbildung entwickeln. Das BMBF unterstützt das Vorhaben in den kommenden dreieinhalb Jahren mit etwa 3,6 Millionen Euro, von denen knapp 2,7 Millionen an die Universität Freiburg und 900.000 an die Fraunhofer-Gesellschaft fließen.

Für den Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ stellt der Bund im Zeitraum 2011 bis 2020 insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung, mitfinanziert aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union. Eingereicht wurden 167 Projektskizzen, von denen das BMBF 26 Vorhaben zur Förderung ausgewählt hat. Die Projekte starten noch in diesem Jahr und erhalten eine komplette Finanzierung für die Dauer von maximal dreieinhalb Jahren. Eine zweite Wettbewerbsrunde ist für 2014 vorgesehen.

Kontakt:

Jan Ihwe
Leiter
Freiburger Akademie für Universitäre Weiterbildung (FRAUW)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Universitätsstraße 9
79098 Freiburg
Tel.: 0761/203-9651
E-Mail: jan.ihwe@wb.uni-freiburg.de

Rudolf-Werner Dreier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-freiburg.de

Weitere Berichte zu: Ausrichtung BMBF Bundeswettbewerbe Fraunhofer-Gesellschaft Modul

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise